Geisterfahrerin: Drei Tote auf der A 1
FÖHREN. Bei einem verheerenden Unfall sind am Montagnachmittag auf der Autobahn A 1 zwischen den Anschlussstellen Föhren und Salmtal drei Menschen getötet sowie drei weitere schwer verletzt worden. Unter den Opfern befinden sich vier Kinder.
Eine 60-jährige Pkw-Fahrerin aus dem Vulkaneifelkreis fuhr aus bislang unbekannten Gründen vom Rastplatz Rivenich auf die A 1 in die falsche Richtung Trier auf. Sie fuhr auf der Überholspur, wobei ihr einige entgegenkommende Fahrzeuge noch ausweichen konnten. Nach rund einem Kilometer kam es zu einem Frontalzusammenstoß mit einem VW Golf aus dem Zulassungsbezirk Bad Ems. Dieses Fahrzeug war besetzt mit 5 Personen, darunter 4 Kinder. Der männliche Fahrer, bei dem es sich um den 31-jährigen Halter handeln dürfte, sowie ein Mädchen verstarben noch an der Unfallstelle. Die anderen drei Kinder wurden schwerstverletzt in Krankenhäuser nach Trier und ins Saarland gebracht. Ein Junge erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Die Identität der Unfallopfer ist noch nicht sicher geklärt. Entsprechende Ermittlungen werden derzeit durch die Polizeidienststelle am Wohnort des Halters durchgeführt. Die Unfallverursacherin wurde schwerstverletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Koblenzer Krankenhaus transportiert. Zur Bergung und Rettung der Unfallbeteiligten befanden sich drei Rettungshubschrauber, mehrere Einsatzfahrzeuge von DRK und benachbarter Feuerwehren mit insgesamt ca. 50 Einsatzkräften vor Ort. Der Verkehr in Richtung Koblenz wurde ab der Anschlussstelle Föhren durch Polizei und Autobahnmeisterei Wittlich bis ca. 20 Uhr vollgesperrt. Die Folge waren längere Rückstaus auf der A 1 und den Nebenstrecken im Berufsverkehr. Zur Feststellung der genauen Umstände wurde ein Unfallgutachten von der Staatsanwaltschaft Trier in Auftrag gegeben.
Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeiautobahnstation Schweich unter Tel.: 06502/91650 oder unter E-Mail pastschweich@polizei.rlp.de in Verbindung zu setzen.
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