Über Prostitution in Trier

TRIER. Unter dem Titel „Gewerbegebiet Frau? Prostitution in Trier“ veranstaltet Terre des Femmes am 18. Oktober um 18.30 Uhr einen Vortragsabend im Warsberger Hof.

Dort reden werden Sabrina Müller vom ALDONA e.V., Beratungsstelle für Prostituierte und Migrantinnen in Saarbrücken, und  Dr. iur. Hans-Heiner Kühne, Professor für Deutsches, Europäisches und Internationales Strafrecht und Strafprozessrecht, Kriminologie an der Uni Trier.

Seit 2002 das deutsche Prostitutionsgesetz eingeführt wurde, gilt Prostitution als legales Gewerbe. Mittlerweile sehen selbst die Autoren des Gesetzes die dringende Notwendigkeit einer Reform. Was als Schutz für die Prostituierten gedacht war, hat sich als Schutz für die Zuhälter herausgestellt.

Terre des Femmes möchte mit diesem Informationsabend Einblicke verschaffen in die Realität der Prostitution und ergründen, wie sich die Grenznähe auf das Trierer Rotlichtmilieu auswirkt. Außerdem wirft der Verein die Frage der Freiwilligkeit auf, indem er die unterschiedlichen Wege aufzeigt, die in die Prostitution führen.

Ein Blick auf eine andere deutsche Grenzstadt verdeutlicht die unterschiedlichen Lebensumstände der Frauen, je nach Geschäftsmodell des Bordells, in dem sie sich prostituieren. Die ungewöhnliche Dichte an Bordellen macht aus dem Handeln mit der Ware Frau einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für Trier. Durch die neu eingeführte Sexsteuer verdient die Stadt auch an dem „Gewerbegebiet Frau“. Höchste Zeit also, sich darüber zu informieren, finden die Veranstalterinnen.

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