Solarstrom vom Petrisberg

KÜRENZ. Seit Mitte August ist die erste Solaranlage der Trierer Energiegenossenschaft (Treneg) am Netz, jetzt wurde sie feierlich eingeweiht.

Die auf den Namen „Sonnenenergie Petrisberg“ getaufte Anlage besteht aus 4163 Solarmodulen, die insgesamt eine Leistung von knapp einem Megawatt erbringen. Sie kann jährlich 250 Durchschnittshaushalte mit Strom versorgen und vermeidet damit den Ausstoß von 700 Tonnen CO2. Die Gesamtinvestition betrug 1,7 Millionen Euro, bei einer angestrebten Laufzeit von 20 Jahren.

Aufgebracht wurden die Mittel zum Teil von den 130 Mitgliedern, die die Genossenschaft in den vergangenen Monaten gewinnen konnte. Sie können sich auf eine Rendite von mindestens vier Prozent freuen, wobei dies nicht ihre Hauptmotivation ist: „Solche Energieprojekte gehören in die Hände der Bürger der Region, nicht in die der großen Konzerne“, äußerte sich ein Mitglied auf der Feier. Anderen sei es wichtig, „vom Atomstrom wegzukommen“.

Eveline Lemke, rheinland-pfälzische Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, die bei der Einweihung anwesend war, lobte denn auch genau diesen Ansatz der Treneg. Es sei das erklärte Ziel der Landesregierung, die Bedeutung der Genossenschaften gegenüber den großen Stromkonzernen zu stärken. Oberbürgermeister Klaus Jensen freute sich insbesondere darüber, dass die Treneg die globale Herausforderung der Energiewende auch auf städtischem Gebiet angehe. Die Anlage wurde auf einer städtischen Konversionsfläche errichtet, die für den Bau von Wohngebieten nicht geeignet ist und somit eine sinnvolle Verwendung gefunden habe. Er dankte allen Beteiligten und wünschte der Treneg für die Zukunft viele neue Mitstreiter.

Treneg-Vorstandsmitglied Gerhard Dehen dankte der Stadt Trier und den zuständigen Behörden für die Schnelligkeit, mit der das Projekt auf den Weg gebracht wurde, der ebenfalls beteiligten Bürgerservice GmbH, der Centrosolar AG, die die Bauteile lieferte, und der Volksbank. Alle hätten sich engagiert und Vertrauen in das Projekt gesetzt, auch als die Genossenschaft noch gar nicht eingetragen war und somit noch kein Geld einsammeln konnte. Dank der SWT konnte die Anlage am 7. August ans Netz gehen. Die erste Energiebilanz fällt laut Dehen vielversprechend aus: Im September lag die Stromausbeute der Anlage bereits über dem Soll.

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