Geburtshilfe: Grüne für Erhalt
TRIER. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Trierer Stadtrat hat sich der Forderung angeschlossen, die Geburtshilfestation im Elisabethkrankenhaus zu erhalten.
„Mit Erstaunen haben wir die Berichterstattung zur Kenntnis genommen, nach der eine Schließung der Geburtshilfe im Elisabethkrankenhaus geplant ist“, erklärte Ratsmitglied Corinna Rüffer. Bei der Zusammenschließung der beiden Krankenhäuser in Ehrang und der Theobaldstraße sei geregelt worden, dass das Angebot an beiden Standorten erhalten bleiben soll, gibt Rüffer zu bedenken. „Wenn nun, nach so kurzer Zeit, das Gegenteil im Raum steht, kommt die Frage auf, ob man mit dieser Planung hinterm Berg gehalten hat, um die Akzeptanz gegenüber der Strukturveränderung zu sichern“, heißt es in einer Mitteilung.
Die Station im Elisabethkrankenhaus genieße einen sehr hohen Zuspruch, „weil sie eine vorbildliche Versorgung in einem für den Medizinbetrieb untypischen überschaubaren und familiären Rahmen bietet. Die vielen in kürzester Zeit zusammengekommenen Unterstützerinnen belegen diesen Eindruck“, so die Grünen. Man wolle, dass in der Innenstadt weiterhin eine Wahlfreiheit bestehe. „Es gibt in Trier eine Knappheit an Hebammen, in der gesamten Region gibt es kein Geburtshaus. Aus Sicht von jungen und werdenden Familien wäre es geboten, über mehr Vielfalt nachzudenken, anstatt ein hervorragendes Angebot zu streichen!“, verlangt Rüffer.
von 16vor
