Startschuss für Castelnau
FEYEN. Mit einem symbolischen Spatenstich haben Stadt und EGP GmbH am Donnerstag offiziell die Realisierung der ersten baulichen Maßnahme auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Castelnau gestartet.
Mit von der Partie waren neben OB Klaus Jensen (SPD) und Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani (CDU) auch EGP-Geschäftsführer Jan Eitel und der Ortsvorsteher von Feyen-Weismark, Rainer Lehnart (SPD).
Der Projektentwickler, der gleichzeitig Eigentümer des Gesamtareals ist, hat nach eigenen Angaben bis heute bereits mehr als 5 Millionen Euro in Grundstück, Planung und Rückbaumaßnahmen investiert. Schon im Frühjahr wurden auf dem Gelände neun Gebäude abgerissen, um Platz zu schaffen für das geplante neue Nahversorgungszentrum, welches hier demnächst entstehen wird. In den nächsten acht Wochen folgen an dieser Stelle Aushubmaßnahmen zur neuen Geländemodellierung. Über 50.000 Kubikmeter Erdmassen müssen hierzu bewegt werden.
In den nächsten Tagen startet auch das „Abbruchpaket 2“, dann werden drei weitere große Gebäude fallen: die ehemalige Elektrozentrale, die marode Turnhalle und ein großes Mannschaftsgebäude schaffen Raum für einen zentralen Grünzug, der an dieser Stelle entstehen wird. Dieser Grünzug, von den Planern gern als „grüner Kitt“ bezeichnet, ist das zentrale und wichtigste Element im Städtebaulichen Plan. Der große Grünzug, mit dem unter anderem auch Aussichtsplattformen und Kinderspielplätze entstehen werden, soll den Feyenern und dem angrenzenden Stadtteil Weismark ein Stück Ortsmitte zurückgeben. Ziel sei es, „die riesige Barriere zu beseitigen, die durch die jahrzehntelange Nutzung des Gebietes als verriegeltes Kasernenareal nicht zu beseitigen war“, so die EGP. Mit der neuen Grünfläche werde sich „das Gesicht des Ortes sehr stark positiv verändern und der Zugang zum angrenzenden wunderschönen Naherholungsgebiet Mattheiser Wald ermöglicht“, verspricht der Projektentwickler.
Mit Beschluss des Bebauungsplanes BF 15, der am Donnerstagabend im Stadtrat gefasst werden soll, werden die Voraussetzungen geschaffen, dass neben den vorab erlaubten vorbereitenden Abbruch- und Rückbaumaßnahmen nun auch die ersten baulichen- und Erschließungsmaßnahmen beginnen können. Der heutige Spatenstich ist laut EGP das Startsignal für den Kanal- und Straßenbau der ersten beiden neuen Straßen im Gelände: Mit insgesamt 2,5 Kilometer Kanalneubau und über 600 Meter Straßenneubau werden die Fläche des ehemaligen Exerzierplatzes für die künftige Wohnbebauung und die sogenannte Dreiecksfläche für das Nahversorgungszentrum erschlossen. Die Gesamtbauzeit ist bis April 2013 vorgesehen. Die Firma Wacht aus Konz hat hierfür den Zuschlag erhalten. Die Investitionskosten für diesen ersten Abschnitt belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro.
Und diese Investitionen sollen viele weitere nach sich ziehen: Durch die nun startende Erschließung des Exerzierplatzes sei es möglich, dass spätestens im Frühjahr nächsten Jahres die Bauherren der Grundstücke für die freistehenden Einfamilienhäuser, für die eingeschossigen Bungalows und für die gereihten Stadthäuser auf dem Exerzierplatz mit dem Bau ihrer neuen Häuser beginnen können. Das von der EGP GmbH entwickelte und organisierte Bauherrenmodell stoße auf Nachfrage: Bereits heute seien über 20 der 25 Grundstücke reserviert, die ersten Entwürfe der neuen Häuser liegen vor.
Parallel sollen die heute beginnenden Maßnahmen auch die Voraussetzung für den Bau von 79 Eigentumswohnungen im längsten Gebäude Triers schaffen. In den historischen Mauern eines ehemaligen Mannschaftsgebäudes entstehen mit dem Hochbauprojekt „Castelnau Nr. 1“ moderne und „energetisch hocheffiziente Eigentumswohnungen in allen Größen“, heißt es vonseiten der EGP, die mit der Vermarktung bereits begonnen hat. Der Baustart sei spätestens im Frühjahr nächsten Jahres vorgesehen, die Fertigstellung werde bis Frühsommer 2014 garantiert.
Einen weiteren Bericht zum Thema finden Sie hier: Castelnau-Planungen nehmen Konturen an
von 16vor
