Per Seilwinde auf die Empore

TRIER. 31 Tage lang hatte er mitten im Dom gestanden und den „Heiligen Rock“ beherbergt – jetzt hat er seinen endgültigen Platz gefunden: Der Schrein aus Zedernholz ist auf die südliche Empore des Doms transportiert worden.

Dort soll er ab Anfang September auch auf Anfrage im Rahmen von Domführungen zu sehen sein. Statt der Tunika Christi, die während der Wallfahrt vom 13. April bis 13. Mai unter Sicherheitsglas zu sehen war, wird künftig einer der „Gobelins des Lebens“ darin liegen, die aus den Lebensfäden der Pilgerinnen und Pilger gewebt wurden.

Unter der Aufsicht des „Hausherrn“ Dompropst Werner Rössel hievten zehn Männer, darunter Domschreiner Hans-Jürgen Kleinert und sein Kollege Johannes Pitsch, die den Schrein gebaut hatten, die Holzkonstruktion mit Hilfe zweier selbst gebauter Winden auf die rund 20 Meter hohe Empore. „Das hat den waagerechten Transport ermöglicht“, erläutert der Dompropst die etwas ungewöhnliche Methode. Aber es habe keine andere Möglichkeit gegeben, den 3,80 Meter langen und 2,20 Meter breiten Schrein, der immerhin rund 400 Kilo wiegt, auf die Empore zu verfrachten. Rössel war es wichtig, dass der Schrein nicht in einem Archiv oder Keller verschwindet: „Der Schrein ist untrennbar mit der Zeigung des Heiligen Rocks im Jahr 2012 verbunden. Mehrere hunderttausend Menschen haben ihn berührt, quasi stellvertretend für eine Berührung der Tunika Christi.“ Deshalb soll der Schrein auch auf Anfrage zu besichtigen sein.

Domführungen können gebucht werden bei der Dom-Information – Besucherzentrum des Trierer Doms (Liebfrauenstraße 12/Ecke Domfreihof, 54290 Trier), Tel.: 0651-979079-0, E-Mail: info@dominformation.de; Internet: www.dominformation.de.

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