Baumscheibe als Kulturpreis

TRIER. Der neue Kulturpreis der Stadt Trier ist eine Baumscheibe. Der Kulturausschuss entschied sich in seiner vergangenen Sitzung für den Entwurf der Designstudentin Almut Schmitt.

Unter der Leitung von Professor Anita Burgard hatten Studenten der Fachhochschule, Bereich Gestaltung, im Juli Entwürfe zu einem Ehrenpreis präsentiert. Er sollte unverwechselbar sein und einen eindeutigen Bezug zu Trier haben.

Eine zehnköpfige Jury, der unter anderem Dezernent Thomas Egger angehörte, hatte danach die Vorauswahl getroffen und die beiden Designer Almut Schmitt und Robbin Gross zur Präsentation ihrer Arbeiten in den Kulturausschuss eingeladen. Gross zeigte die Entwicklung seiner Arbeit, ein römisches Moselschiff mit mächtigem Segel – ein Symbol des Aufbruchs zu neuen Ufern und der Überwindung von Grenzen. Elemente des Entwurfs wurden auch für Einladungen und Urkunden verwendet. In reduzierter Form war sein Motiv als Anstecker gearbeitet.

Die Recherche von Almut Schmitt führte sie ins Landesmuseum, wo sie eine original Baumscheibe aus der Römerbrücke entdeckte. In ihrer eigenwilligen Form und den Jahresringen ist die Baumscheibe einmalig und nur in Verbindung mit dem römischen Imperium und der Stadtgründung Triers zu sehen. Zudem steht eine Brücke für Verbindendes und Stützendes.

Das überzeugte den Kulturausschuss, der sich für dieses Design aussprach, das auch als Entwurf für die Umsetzung von Drucksachen, als Amulett und Anstecker große Zustimmung fand. Egger lobte noch einmal die hohe Qualität der Arbeiten. Das Kulturdezernat vergibt jährlich Preise und Auszeichnungen an Kulturschaffende.

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