Volltrunken auf der Autobahn
REGION. Besonders aufmerksamen Verkehrsteilnehmern ist es zu verdanken, dass die Fahrt eines betrunkenen Sattelzugführers auf dem Parkplatz Markusberg endete. Zwei Menschen entwendeten ihm kurzerhand die Fahrzeugschlüssel.
Der 47-jährige litauische Fahrer war am Samstagnachmittag gegen 15.45 Uhr mit seinem Sattelzug aus Luxemburg kommend über die A 64 nach Deutschland eingereist und aufgrund seiner unsicheren Fahrweise mehreren Autofahrern aufgefallen, die daraufhin die Polizei alarmierten. Als der Sattelzugfahrer auf dem Rastplatz Markusberg eine Pause einlegen wollte, nutzten zwei Verkehrsteilnehmer geistesgegenwärtig die Gelegenheit, um dem offensichtlich volltrunkenen Fahrer die Fahrzeugschlüssel abzunehmen. Ein späterer Alkoholtest ergab einen Wert von 2,75 Promille Alkohol im Blut.
„Nicht auszudenken wären die Folgen, wenn der Fahrer seine Fahrt hätte fortsetzen können“, erklärte die Polizei. So sei keine 5 Kilometer etwa zeitgleich auf der Biewerbachtalbrücke ein belgischer Pkw mit Motorschaden liegen geblieben und habe den rechten Fahrstreifen blockiert. Aufgrund der unsicheren Fahrweise des Lkw-Fahrers wäre ein Auffahrunfall vermutlich unausweichlich gewesen. Darüber hinaus ist der Fahrstreifen auf der Biewerbachtalbrücke nur durch einen doppelten durchgehenden Begrenzungstreifen vom Gegenverkehr getrennt. Auch hier herrschte am Samstag reger Fahrzeugverkehr.
Dem litauischen Sattelzugführer wurde eine Blutprobe entnommen. Anschließend wurde er zur Ausnüchterung in den Polizeigewahrsam eingeliefert. Ihn erwarte jetzt ein Strafverfahren mit empfindlicher Bestrafung, so die Polizei.
von 16vor
