Greenpeace protestiert weiter

TRIER. Wie schon am vorvergangenen Samstag demonstrierten gestern wieder Mitglieder von Greenpeace an Shell-Tankstellen in Trier und ganz Deutschland gegen die geplanten Ölbohrungen in der Arktis.

„Das Ökosystem der Arktis ist eine der empfindlichsten Regionen dieser Welt. Ölunfälle sind dort kaum zu bekämpfen“, sagt Greenpeace Sprecher Maria Weiß. „Shell ignoriert weiter die besonders hohen Umweltgefahren in der Arktis.“

Wie schwierig die Wetterverhältnisse in der Arktis sind, zeigt der jüngste Unfall eines Shell-Bohrschiffes in Dutch Harbour (Alaska). Die „Noble Discoverer“ soll diesen Sommer mit Ölbohrungen in der Arktis beginnen. Am vergangenen Wochenende war das Schiff bei starkem Wind an die felsige Küste getrieben. Derzeit gibt es widersprüchliche Informationen darüber, ob das Schiff auf Grund lief oder nicht (http://www.adn.com/2012/07/17/2545159/shell-drill-ship-also-had-anchor.html).

Shell geht derweil juristisch gegen den Greenpeace-Protest vor. Der Konzern will gerichtlich mit einstweiligen Verfügungen weitere Demonstrationen verhindern. So dürfen sich beispielsweise Greenpeace-Schiffe oder Greenpeace-Mitarbeiter in US-Gewässern nicht näher als 500 Metern in manchen Fällen sogar 1,5 Kilometer der Shell-Flotte nähern.

In der vergangenen Woche haben in Deutschland über 500 ehrenamtliche Greenpeace-Aktivisten in 73 Städten an Shell-Tankstellen informiert. Die Aktionen in Deutschland sind Teil einer weltweiten Informations- und Aktionswoche von Greenpeace. Die „Global Week of Action“ richtet sich gegen die Pläne von Shell, diesen Sommer in der Arktis nach Öl zu suchen. „Die Arktis ist unser gemeinsames Erbe, wir werden nicht tatenlos zusehen, wie Industriegiganten sie zerstören“, so Weiß.

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