Großer Erfolg für Trierer Polizei

TRIER. Nach monatelangen Ermittlungen konnte die Trierer Polizei sieben mutmaßliche Drogen- und zwei mutmaßliche Waffenhändler festnehmen und 20 Kilogramm Amphetamin, Cannabispflanzen sowie eine Vielzahl von Waffen und Munition sicherstellen.

Beamte des Fachkommissariates „Organisierte Kriminalität“ der Kriminaldirektion Trier und die Staatsanwaltschaft Trier ermittelten bereits ab Januar 2012 gegen einen 32-jährigen Mann aus Trier wegen des Verdachts des Handels mit Cannabis und Amphetamin im Kilogrammbereich. Über den Mann kamen die Fahnder auf die Spur einer Tätergruppe, die aus dem Raum Bad Camberg/Hessen kilogrammweise Amphetamin verkaufte.

Im März 2012 wurden bei der Abwicklung eines Rauschgiftgeschäftes in Rheinböllen fünf Männer festgenommen und 15 Kilo Amphetamin beschlagnahmt. Gegen alle fünf Tatverdächtigen im Alter zwischen 28 und 40 Jahren wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier Haftbefehle erlassen. In der Folge wurden mehrere Wohnungen in Rheinland-Pfalz und Hessen durchsucht und weiteres umfangreiches Beweismaterial – darunter circa fünf Kilogramm Amphetamin – aufgefunden. Neben Beamten der Staatsanwaltschaft und der der Kriminaldirektion Trier waren Kollegen des Landeskriminalamtes Mainz, der Kriminalinspektion Limburg und des Polizeipräsidiums Frankfurt/Main daran beteiligt.

Wenige Tage später stieß die Polizei bei ihren Ermittlungen gegen die Tätergruppe auf eine professionelle Cannabisplantage in einer Scheune in der Nähe von Montabaur. Knapp 500 Cannabispflanzen wurden abgeerntet und sichergestellt.

Aufgrund der Aussagen mehrerer Inhaftierter weitete sich der Kreis der mutmaßlichen Täter aus, so dass im April 2012 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier zwei weitere Männer – 23 und 38 Jahre alt – aus Wittlich in Haft genommen wurden. Sie stehen im Verdacht, kiloweise Haschisch übernommen und weiterverkauft zu haben.

Bei den Recherchen und Vernehmungen in Zusammenhang mit dem Handel von Betäubungsmitteln stießen die Mitarbeiter des Trierer Fachkommissariates „Organisierte Kriminalität“ kurz darauf auf einen in der Nähe von Düren wohnhaften 65-jährigen Deutschen. Er steht im Verdacht, ohne die erforderliche Erlaubnis Schusswaffen in den Raum Prüm veräußert zu haben. Auch gegen diesen Mann wurde ein Haftbefehl beim Amtsgericht Trier erwirkt.

Der 65-Jährige wurde am 5. Juni nach einem Verkauf von Schusswaffen unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen festgenommen. Die Ermittler fanden anschließend in gut angelegten Verstecken zahlreiche Schusswaffen und ein umfangreiches Munitionsarsenal. Bei dieser Durchsuchung waren zwei Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Trier vor Ort anwesend. Insgesamt wurden neun Gewehre, 13 Pistolen und mehrere Tausend Patronen Munition beschlagnahmt. Da ein 38-jähriger Familienangehöriger im Verdacht steht, an dem Waffenhandel beteiligt zu sein, wurde auch er festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier erging auch gegen ihn ein Haftbefehl.

Um den Erfolg der komplexen Ermittlungen nicht zu gefährden, wurde bis heute von einer Veröffentlichung abgesehen.

Print Friendly, PDF & Email

von

Schreiben Sie einen Leserbrief

Angabe Ihres tatsächlichen Namens erforderlich, sonst wird der Beitrag nicht veröffentlicht!

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien!

Noch Zeichen.

Bitte erst die Rechenaufgabe lösen! * Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.