Bunt statt braun

TRIER. Rund 40 Vertreter verschiedener Institutionen sowie der Ratsfraktionen haben einen Trägerverein zur Koordination der Arbeit gegen Rechts gegründet. Die Versammlung sprach sich für die Fortführung des „Projekt X“ aus.

Zu dem Gründungstreffen hatte Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD) eingeladen, der damit einer Bitte des Steuerungsausschusses vom April nachkam.

Angesichts der fortgesetzten Aktivitäten von Rechtsradikalen in Trier und vor dem Hintergrund der Erkenntnisse über die Verflechtungen zwischen Rechtsextremisten und sonstigen kriminellen Gruppierungen, hatten alle Fraktionen im Steuerungsausschuss die Einrichtung einer Stelle zur Koordination der Arbeit gegen Rechtsextremismus für sinnvoll und notwendig erachtet. Mit der Gründung eines Trägervereins sollen nun die Vorraussetzungen zur Einrichtung einer solchen Stelle geschaffen werden.  Jensen unterstrich die Notwendigkeit, sich dauerhaft gegen Rechtsradikalismus zu engagieren. Er mahnte die Teilnehmer zur Wachsamkeit. Auch wenn derzeit kein Vertreter der NPD im Stadtrat säße, gebe es keinen Grund zur Entwarnung.

In der anschließenden Diskussion verständigten sich die Anwesenden auf die Satzung für den neuen Verein, der unter dem Namen „Für ein buntes Trier, gemeinsam gegen Rechts e.V.“ ins Vereinsregister eingetragen werden soll. Laut Satzung will sich der Verein vor allem für „die Einbindung breiter Bevölkerungsschichten und die Bündelung aller zivilgesellschaftlicher Kräfte in die Arbeit gegen Rechtsradikalismus in Trier“ einsetzen. In den ersten geschäftsführenden Vorstand wurden OB Jensen als erster Vorsitzender, Uta Hemmerich als stellvertretende Vorsitzende sowie Marcus Heintel als Schriftführer und Petra Witt als Kassenwartin gewählt. Darüber hinaus gehören fünf Beisitzer dem Vorstand an.

Die Versammlung sprach sich für die Weiterführung der Skaterhalle aus, da von dem „Projekt X“ wichtige Präventionsarbeit gegen Rechtsradikalismus geleistet werde. Jensen versprach, der Vorstand werde schnellstmöglich im Sinne der Vereinsanliegen aktiv werden. Er hoffe auf eine breite Unterstützung durch die Trierer Bevölkerung. Alle Bürger seien aufgefordert, dem Verein beizutreten, „um so ein klares Zeichen gegen Rechtsradikalismus auch in Trier“ zu setzen. Nach der Sommerpause wird der Trägerverein erneut zu einer Mitgliederversammlung zusammen kommen.

Info und Mitgliedschaft: Toni Loosen-Bach, Rathaus Trier, Tel. 718-2014. Hier können auch Beitrittserklärungen angefordert werden.

Print Friendly, PDF & Email

von

Schreiben Sie einen Leserbrief

Angabe Ihres tatsächlichen Namens erforderlich, sonst wird der Beitrag nicht veröffentlicht!

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien!

Noch Zeichen.

Bitte erst die Rechenaufgabe lösen! * Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.