Kaster will „Moselaufstieg Plus“
TRIER/BERLIN. Die Trierer CDU hat ein Konzept ausgearbeitet, mit dem die verkehrlich stark frequentierte Trierer Tallage entlastet werden soll. Das Konzept firmiert unter der Bezeichnung „Moselaufstieg Plus“.
Der von der rot-grünen Landesregierung beschlossene Koalitionsvertrag mit dem anvisierten Verzicht auf den Moselaufstieg, die Nordumfahrung Trier sowie einer „Null-Variante“ für die Bundesautobahn A1 sei für die Trierer Christdemokraten Anlass, dem Mainzer Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD) diesen Vorschlag für den anstehenden Bundesverkehrswegeplan zu machen. Zahlreiche Studien und Gutachten des Landes Rheinland-Pfalz wie auch der Stadt Trier hätten schließlich die Dringlichkeit untermauert, die Westumfahrung Trier (Moselaufstieg) zu realisieren.
„Auch die einhellige Meinung im Großherzogtum Luxemburg und die Beschlüsse des Kreistages Trier-Saarburg und der Stadt Trier bestätigen dieses verkehrswissenschaftlich nachgewiesene Notwendigkeit“, erklärte CDU-Chef Bernhard Kaster am Montag. Dies schließe auch den weiteren zügigen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, insbesondere auch des Schienenpersonennahverkehrs in Richtung Luxemburg mit ein. Deshalb schlage man Lewentz nun einen „Moselaufstieg Plus“ vor. Konkret sieht das Konzept vor, den Moselaufstieg in der bisherigen Form zu bauen – „jedoch zwingend ergänzt um die Ortsumgehung B51 Ayl sowie die Schaffung der zweispurigen Biewertalbrücke an der A64.“ Zudem schlagen die Christdemokraten in dem Maßnahmenpaket vor, im Anbindungsbereich zwischen B51 und A64 Gewerbeflächen vorzusehen. „Dies liegt auch im Luxemburger Interesse. Ein solches Gewerbegebiet im Anschlussbereich des Moselaufstiegs an der A64 könnte als ein grenzüberschreitendes Projekt vorgesehen werden“, erläutert Kaster. Die steuerrechtlichen und sozialversicherungs-rechtlichen Disparitäten zwischen Luxemburg und Deutschland könnten in einem grenzüberschreitenden Zweckverband „geschickt kompensiert“ werden.
Beim Bundesverkehrswegeplan 2015 bis 2025 dürfe sich „nicht nochmals an der Region Trier Luxemburg versündigt werden!“, warnte der Bundestagsabgeordnete. Der Moselaufstieg solle „ein wichtiges Nadelöhr im Fern- wie auch Regionalverkehr“ bilden. Die aktuellen Baumaßnahmen entlang der B51 („Bitburger“) zeigten, wie dringend eine weitere Talentlastung vonnöten sei. „Diese Querachse lässt sich auch beim besten Willen nicht durch ÖPNV-Maßnahmen kompensieren.“
von 16vor
