Bundespolizei fasst Schleuser
TRIER. Die Bundespolizei Trier hat im Grenzgebiet zu Luxemburg einen Fall von Schleuserkriminalität aufgedeckt. Ein 45 Jahre alter Pakistaner und ein 23-jähriger Inder wollten offenbar fünf Afghanen und einen Pakistaner von Italien nach Ostdeutschland bringen.
Gegen die beiden Schleuser wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Schleusertätigkeit eingeleitet und Haftbefehle beantragt. Die sechs geschleusten Männer stellen einen Asylantrag und befinden sich jetzt in der Trierer Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber.
Die acht Personen waren in einem abgedunkelten Kastenwagen mit italienischem Kennzeichen unterwegs, der lediglich für die Beförderung von fünf Personen zugelassen ist. Drei Männer lagen auf einer Matratze im Kofferraum. Nur der Fahrer hatte einen Pass und einen Führerschein dabei. Der Beifahrer konnte keine Personaldokumente vorzeigen. Bei der Überprüfung der Personalien der beiden Schleuser stellte sich heraus, dass beide abgelehnte Asylbewerber sind und untergetaucht waren.
Nach den ersten Ermittlungen der Bundespolizei waren die geschleusten Personen vermutlich mit dem Flugzeug bis nach Mailand gekommen und von dort aus mit dem Auto weitergefahren. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler durch die Vernehmungen, die derzeit noch andauern.
von 16vor
