Doerfert erneut verurteilt
KOBLENZ/TRIER. Ex-Gesundheitsmanager Hans-Joachim Doerfert muss möglicherweise bald wieder ins Gefängnis. In einem Berufungsprozess verurteilte das Koblenzer Landgericht den Trierer nun zu einer anderthalbjährigen Gefängnisstrafe ohne Bewährung.
Das berichtet der Trierische Volksfreund. In dem Verfahren war es um Insolvenzverschleppung, Betrug und Untreue gegangen.
Im vorausgegangenen Prozess war Doerfert in gleicher Angelegenheit noch mit einer Bewährungsstrafe davongekommen. Das Amtsgericht Trier hatte den umtriebigen Manager zu elf Monaten verurteilt. Gegen das Urteil hatte jedoch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Das Koblenzer Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil Doerfert Revision eingelegt hat. Sollte diese keinen Erfolg haben, drohe dem Ex- Chef der einstigen katholischen Caritas-Trägergesellschaft Trier (CTT) zudem noch der Widerruf einer laufenden Bewährung, meldet das Blatt. Doerfert war 2001 wegen Untreue in Millionenhöhe und Bestechlichkeit von Gerichten in Koblenz und München zu einer zehneinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Mit seinem kriminellen Geschäftsgebaren hatte er den kircheneigenen Gesundheitskonzern, den er zunächst maßgeblich mit aufgebaut hatte, wirtschaftlich gegen die Wand gefahren. Doerfert kam 2005 vorzeitig aus der Haft frei und wurde später wieder als Berater tätig.
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von 16vor
