Was empfiehlt der Stadtvorstand?
TRIER. In der Diskussion über den geplanten Petrisbergaufstieg verlangen die Freien Wähler nun Auskunft darüber, wie hoch die bisher angefallenen Kosten für Planung, Gutachten und die Untersuchung der verschiedenen Planungsvarianten sind.
Seit Ende des vergangenen Jahrhunderts wird über eine bessere Anbindung der Höhenstadtteile und des Universitätscampus mit dem ÖPNV diskutiert. Wurde anfangs ein für Trier neuartiges Verkehrsmittel namens Spurbus präferiert, zeichnete sich zuletzt die Anbindung des Petrisbergs über eine ÖPNV-Trasse ab, auf der Hybridbusse verkehren könnten. Doch auch die Option einer Seilbahnanbindung sollte erneut geprüft werden, verlangte der Stadtrat im Oktober 2010. Die Ergebnisse einer hierfür notwendigen erneuten Untersuchung wurden bislang noch nicht öffentlich vorgestellt, waren aber kürzlich Thema im nicht öffentlichen Teil einer Sitzung des zuständigen Dezernatsausschusses.
Die FWG will nun von OB Klaus Jensen (SPD) wissen, wie viel Geld bislang in die Planung sowie in Gutachten für den Petrisbergaufstieg geflossen ist. In der Anfrage für die nächste Sitzung des Stadtrats heißt es außerdem: „Welche realistischen Alternativen in mittelfristigem Zeitraum (5-10 Jahre) gibt es zum Petrisbergaufstieg, die zu einer signifikanten Verkehrsentlastung vor allem von Kürenz und Olewig führen könnten und die Höhenstadtteile effektiver, insbesondere im ÖPNV-Bereich, anbinden würden?“ Zudem wollen die Freien Wähler erfahren, weshalb die Planungen für den sogenannten Moselbahndurch in den letzten Jahren nicht mehr weiterverfolgt wurden. Abschließend möchte die FWG, dass die Stadtspitze Farbe bekennt: „Wie steht der Stadtvorstand im Zusammenhang mit der kommenden Prioritätendebatte in Bezug auf größere Investitionsmaßnahmen zum Thema Petrisbergaufstieg. Welche Empfehlung spricht der Stadtvorstand aus?“
von Marcus Stölb
