Butterwegge in der Trierer VHS

TRIER. Krise und Zukunft des Sozialstaates ist das Thema eines Vortrags im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rio + 20“ des Vereins Lokale Agenda 21 Trier. Referent ist der Kölner Politikwissenschaftler Professor Christoph Butterwegge.

Kaum jemand bestreitet, dass sich der Sozialstaat in einer tiefen Krise befindet. Aber ist es die Krise des Sozialstaates, oder wird dieser nur zum Hauptleidtragenden einer Entwicklung, deren Ursachen ganz woanders liegen? Butterwegge will deutlich machen, um welche Probleme es bei der Kritik am Sozialstaat und die Reformpolitik verschiedener Koalitionsregierungen geht. Er möchte Zusammenhänge zwischen der Entwicklung des Weltmarktes beziehungsweise der Globalisierung, dem demografischen Wandel sowie den Strategien von Parteien und gesellschaftlichen Interessengruppen herstellen. Butterwegge schlägt einen weiten Bogen von den Bismarck’schen Sozialreformen im 19. Jahrhundert über die Entwicklung des Wohlfahrtsstaates nach dem Zweiten Weltkrieg sowie seinen Um- beziehungsweise Abbau in der Gegenwart. Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens kritisiert Butterwegge als „Kombilohn für alle“ und „Sozialpolitik nach dem Gießkannenprinzip“.Er spricht sich für eine solidarische Bürgerversicherung aus, die seiner Meinung nach am ehesten geeignet ist, das historische Projekt der Gewährleistung sozialer Gerechtigkeit und Sicherheit für alle durch gezielte Staatsintervention fortzusetzen.

Der Vortrag findet am Donnerstag kommender Woche, 3. Mai, um 19.30 Uhr in der Volkshochschule am Domfreihof statt. Der Eintritt beträgt 6 Euro beziehungsweise 4 Euro für LA 21-Mitglieder und Studierende.

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