Casino: Bürgersaal bis 2017?

TRIER. Überlegungen der Triwo AG, den Bürgersaal im Casino am Kornmarkt in Büro- oder Verkaufsflächen umzuwandeln, haben die SPD auf den Plan gerufen. Von OB Klaus Jensen wollen sie wissen, ob der Saal als zweite Spielstätte des Theaters taugt.

Anfang April hatte 16vor berichtet, dass sich noch kein neuer Nutzer für den Veranstaltungsraum abzeichnet. Ende März hatten Simon Haag („Eurener Hof“) und der Konzertveranstalter Ingo Popp ihr „Casino am Kornmarkt“ geschlossen. Nach einem Jahr waren auch sie mit ihrem Konzept gescheitert, nachdem zuvor bereits das Varieté „Chat Noir“ aufgeben musste. Vor diesem Hintergrund wurden vonseiten der Triwo AG, die den Saal vom Eigentümer des gesamten Gebäudekomplexes angemietet hat und untervermietet, Zweifel geäußert worden, dass der Raum weiterhin als öffentlich zugängliche Stätte genutzt werden sollte.

Allerdings hatte die Stadt 2002 die öffentliche Nutzung des Saals zur Bedingung für den Verkauf der Immobilie gemacht. Laut SPD sollten die städtischen Interessen für den Saal seinerzeit für mindestens 15 Jahre vertraglich vereinbart werden. Einer Vorlage des Stadtvorstands könne auch „entnommen werden, dass sogar erst nach diesen 15 Jahren, also im Jahre 2017, über eine mögliche Umnutzung mit der Stadt zu verhandeln wäre“, so die SPD. Veränderungen seien laut Vorlage generell nur bei gegenseitigem Einvernehmen möglich.

Die SPD-Ratsfraktion will nun von OB Klaus Jensen wissen, welchen Verhandlungsstand es zwischen dem Eigentümer des Casinos und der Stadt hinsichtlich einer möglichen Umnutzung des Bürgersaals gibt. Außerdem soll Jensen bei der nächsten Sitzung des Stadtrats am 3. Mai erklären, ob sich das „städtische Interesse heute gegenüber dem aus dem Jahre 2002 verändert“ habe. Weiter heißt es in der Anfrage: „Wird die Stadtverwaltung auf die Bereitstellung des Bürgersaals als Veranstaltungsort für Parteien und Vereine verzichten und somit eine Umnutzung des Bürgersaals ermöglichen?“

Eine schon wiederholt diskutierte Nutzungsmöglichkeit greift die SPD ebenfalls auf. Allerdings fällt diese Idee in die Zuständigkeit von Kulturdezernent Thomas Egger (FDP): Ob es denn konkrete Pläne gebe, eine Zweitspielstätte des Trierer Theaters neben dem Augustinerhof über eine längere Zeit aufzubauen? Und ob es denkbar sei, den Bürgersaal als solche Zweitspielstätte zu bespielen?

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