BKT und Uni Trier kooperieren

TRIER. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier und das Forschungsinstitut für Psychobiologie des Fachbereichs I der Universität wollen künftig stärker kooperieren. Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit soll in der Stressforschung liegen.

Vertreter beider Häuser unterzeichneten jetzt eine Kooperationsvereinbarung. Dabei gehe es um die „langfristig angelegte, nicht-kommerzielle, vertiefte Zusammenarbeit in der Diagnostik, Behandlung, Prävention und Erforschung psychobiologischer Störungen, auch zum Wohle der Patienten des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder“, heißt es in einer Mitteilung von Triers zweitgrößtem Klinikum.

Die gemeinsamen Forschungsprojekte werden insbesondere im Bereich der funktionellen Kernspintomographie erfolgen. Ansprechpartner für das Forschungsprojekt im BKT ist Chefarzt Professor Hans-Peter Busch, Leiter des Zentrums für Radiologie, Neuroradiologie, Sonographie und Nuklearmedizin, der schon seit mehreren Jahren mit dem Forschungsinstitut für Psychobiologie zusammenarbeitet. Ansprechpartner auf Seiten der Universität Trier ist Professor Hartmut Schächinger, geschäftsführender Leiter des Forschungsinstituts für Psychobiologie des Fachbereichs I.

„Bei dem aktuellen gemeinsamen Studienprojekt im Bereich der Stressforschung geht es darum, Stress messbar zu machen“, erklärt Schächinger. „Für das Krankenhaus ist die Nähe der Studien zur klinischen Anwendung wichtig, um mittelfristig die Ergebnisse auch für Patienten nutzbar zu machen“, erläutert Busch. So seien viele schwere Erkrankungen – wie beispielsweise Schlaganfall oder Tumore – mit Stress verbunden. Von den Forschungsprojekten in Zusammenarbeit mit der Universität erhoffe er sich langfristig, auch den Erfolg von Therapien messbar machen zu können.

Das BKT ist europäisches Referenz- und Anwendungszentrum für Magnetresonanztomographie der Fa. Philips und verfügt derzeit über drei MRT-Geräte. Dazu gehört auch der im Januar 2011 im Krankenhaus installierte weltweit vierte volldigitale Magnetresonanztomograph (MRT) Ingenia 3.0 T von Philips, der nach Darstellung des Klinikums neue Diagnostikmöglichkeiten eröffnet. Diese kämen insbesondere den Schwerpunkten Neurochirurgie, Neuroradiologie und Neurologie des Krankenhauses zu Gute.

„Die Stressforschung ist ein wichtiger Teil der Forschungsinitiative, mit der das Land Rheinland-Pfalz die Universität Trier fördert, und gehört zu den profilbildenden Schwerpunkten für die Zukunft“, betonte Universitätspräsident Professor Michael Jäckel. Das Forschungsinstitut für Psychobiologie wurde Anfang 2008 als Nachfolgeeinrichtung des „Modellversuchs Postgraduiertenstudium Psychobiologie“ errichtet. Psychologen, Biologen, Mediziner und Wissenschaftler verwandter Fachrichtungen arbeiten hier an interdisziplinären psychobiologischen Fragestellungen. Ein thematischer Schwerpunkt des Forschungsinstituts liegt dabei auf der Erforschung von Stress.

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