Demo gegen NPD-Aufmarsch

TRIER. Das Bündnis gegen Rechts ruft zu einer Kundgebung am Samstag um 13 Uhr vor der Porta Nigra auf. Anlass ist ein NPD-Aufmarsch am gleichen Tag.

Unter dem Motto „Stahlhart für soziale Gerechtigkeit – Volkssolidarität kontra Kapitalherrschaft“ gehen die rechten Teilnehmer um 14 Uhr vom Hauptbahnhof zum Simeonstiftsplatz.

„Unsere Kundgebung ist ein klares Zeichen gegen Rassismus und Neofaschismus. Mit einfachen Parolen gegen Sozialabbau, Globalisierung, für ‚Helden­gedenken‘ oder diesmal ‚Volkssolidarität‘ treten sie wie vor 1933 als Wolf im Schafspelz auf“, heißt es im Aufruf, der von zahlreichen Vereinen, kirchlichen Organisationen, demokratischen Parteien und Gewerkschaften unterstützt wird.

Mit „Nazis reden nur Blech“ nimmt das Bündnis gegen Rechts in seinem Aufruf Bezug auf das NPD-Motto und ihre angebliche Solidarität mit Stahlarbeitern: „Es ist absurd: Die NPD versucht aus dem Schicksal der Trierer Stahlarbeiter Profit zu schlagen. Gewerkschafter unterstützen unsere Gegenkundgebung, denn die NPD ist gegen demokratische Mitbestimmungsrechte von Arbeitnehmer – die Neonazis setzen auf den autoritären Führerstaat und sind Feinde von Gewerkschaft und Demokratie! Wir treten für den Erhalt von Arbeitsplätzen ein und stellen uns konsequent gegen die Vereinnahmung durch rechte Rattenfänger“, so Laura Fischer vom Bündnis gegen Rechts.

„Wir werden diese demagogische Hetze nicht tatenlos hinnehmen! Es ist unerträglich, wenn Neonazis und ihre Anhänger­schaft unwidersprochen ihr völkisches Weltbild verbreiten. Sie sind damals wie heute gegen fortschrittliche Kräfte und mit ihrer Sündenbocktheo­rie gegen alles was ihr Weltbild stört. Sie grenzen Migranten und Minder­heiten aus und greifen auch Antifaschisten an, um sich selbst zu erhö­hen“, so Markus Pflüger von der AG Frieden, eine der Gruppen im Bündnis gegen Rechts.

„Wir rufen alle demokratischen Kräfte auf: Kommt zu unserer Kundgebung, die faschistische NPD darf nicht toleriert werden, weder in Trier noch anderswo. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!“ so das Bündnis in seinem Aufruf.

Bei der Kundgebung werden unter anderem Marcus Heintel (Deutscher Gewerkschaftsbund Region Trier), Thomas Kupczik, (AG Frieden Trier) und Fabian Jellonnek (Multikulturelles Zentrum) sprechen, zudem wird Walter Liederschmitt alias „Woltähr“ mit einigen Liedern auftreten.

Weitere Informationen unter http://17maerz.blogsport.de.

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