MPG gefragt, FSG weniger
TRIER. Zum Stichtag 1. März wurden insgesamt 1045 Kinder für die weiterführenden Schulen in Trier angemeldet. Das teilte am Montag das Rathaus mit. Die geringe Resonanz auf die Realschulen plus bedürfe einer „kritischen Prüfung“.
Da die vierten Klassen in Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg etwa zehn Prozent kleiner sind als letztes Jahr, hat sich nach Angaben von Bürgermeisterin Angelika Birk (B90/Die Grünen) die Anzahl derjenigen verringert, die im Sommer 2012 nicht ihren Wunschplatz erhalten. „Es sind weniger Umverteilungen als früher erforderlich“, betonte sie.
Nach wie vor sind das AVG mit 104 und das MPG mit 169 Anmeldungen nicht zuletzt wegen ihrer zentralen Lage am Bahnhof auch bei Umland-Familien sehr gefragt. Eine große Nachfrage verzeichnen auch die kirchlichen Bildungseinrichtungen. Die Anmeldeverfahren für die MPG-Sportklasse sowie die internationale Klasse und den Hochbegabtenzweig im AVG endeten bereits Mitte Januar. Die Zahl der restlichen Plätze liege dort wie jedes Jahr unter der Nachfrage. „Insgesamt gibt es aber auf jeden Fall genug Plätze an den Trierer Gymnasien für angemeldete Kinder aus der Stadt. Die Kinder aus dem Umland gehen zum größeren Teil vor Ort zur Schule und kommen wie jedes Jahr immer noch zu einem erheblichen Teil auch in Trier unter“, so Birk.
Die sehr geringe Anmeldezahl von 53 Kindern am FSG zeige wiederum, „dass es sich offenbar noch nicht genügend herum gesprochen hat, welche Vorteile ein achtjähriges Ganztagsgymnasium haben kann, wenn sich Lerneinheiten mit Pausen gut verteilen. Mit der neuen Sporthalle und der Mensa hat die Stadt die räumlichen Bedingungen deutlich verbessert“, ergänzte die Bürgermeisterin. Die Anmeldezahl an der IGS liegt mit 106 deutlich über der Zahl der Plätze. Die geringere Resonanz an den zwei Realschulen Plus (112 Anmeldungen) müsse kritisch geprüft werden. Oft gebe es hier aber noch Nachzügler.
Für die langfristige Planung müsse im zweiten Teil des Schulentwicklungskonzepts berücksichtigt werden, dass Trier pro Jahrgang mehr Kinder im Säuglingsalter als Zehnjährige habe. Für die Schulstruktur sei entscheidend, ob Familien mit diesen Kindern in der Stadt bleiben. Daher habe das Rathaus eine Offensive zur Familienfreundlichkeit gestartet mit der Entwicklung großer Wohngebiete, zusätzlichen Angeboten zur Kinderbetreuung und weiteren Verbesserungen an den Schulen.
von 16vor
