Betrüger gibt Notlage vor
TRIER. Mindestens zwei Mal hat heute ein Unbekannter versucht, mit betrügerischen Telefonanrufen Geld zu erlangen. Die Opfer des russisch sprechenden Mannes, der offenbar aus Litauen anrief, waren jeweils Menschen osteuropäischer Herkunft, die in Trier wohnen.
Die Masche war immer die gleiche: Der Anrufer erklärte mit verstellter Stimme, ein naher Angehöriger der Angerufenen zu sein und einen schweren Verkehrsunfall in Freiburg verursacht zu haben. Hierbei seien er und ein junges Mädchen schwer verletzt worden.
Wegen der momentanen Betroffenheit seines Opfers und durch eine geschickte Gesprächsführung erschleicht sich der Anrufer das Vertrauen der Angerufenen. Er führt dann aus, dass er sofort einen hohen Geldbetrag benötigt, damit der Vater des angeblichen Unfallopfers von einer Strafanzeige absieht.
Die beiden Geschädigten, die bisher von dem Unbekannten angerufen wurden, sind nicht auf die Forderungen eingegangen. Die Telefonate wurden beendet, ohne dass es zu Geldübergaben kam.
Die Polizei schließt jedoch nicht aus, dass es weitere Geschädigte gibt. Möglicherweise hat der Anrufer auch erreicht, dass Bargeld an einen Abholer übergeben wurde, der vom Anrufer angekündigt wurde.
Die Polizei befürchtet, dass die Täter weiterhin in der Region aktiv sein werden und warnt vor deren Machenschaften:
• Gehen sie keinesfalls auf telefonische Geldforderungen oder noch so inständige Bitten ein.
• Rufen Sie den echten Enkel, Sohn oder Neffen zurück, um die Echtheit des Anrufers abzuklären.
• Reden Sie mit Personen Ihres Vertrauens über den Anruf.
• Melden Sie einen solchen Anruf direkt über den Polizeinotruf 110 der Polizei.
von 16vor
