Musikpädagoge par excellence

TRIER. Klaus Risch, Musikpädagoge und langjähriger Leiter des Orchesters des Bildungs- und Medienzentrum Trier, ist im Alter von 72 Jahren gestorben.

Unter Rischs Leitung fand im Juni 1992 die erste Probe des Collegium Musicum statt. Achtzehn Jahre später legte er im Juni 2010 nach 26 Konzerten aus gesundheitlichen Gründen den Taktstock nieder.

Rischs reichhaltiges musikalisches Engagement umfasste viele Facetten. Vor allem aber war er ein Musikpädagoge par excellence. Er war Schulpädagoge seit 1967 am AVG, wo er bereits 1968 eine AG Neue Musik gründete, das älteste bundesweite Schülerensemble für Neue Musik. Die Neue Musik bedeutete Risch ohnehin ein besonderes Anliegen. Auch kam es ihm darauf an, den Musikliebhabern, ob ausübend oder zuhörend, die Werke durch Einführungen zu erklären, verständlich zu machen und nahe zu bringen.

Risch gelang es, das Collegium Musicum aus den Anfängen eines kleinen Laienorchesters zu einer Größe und Klasse zu entwickeln, die ihm und den Musikern großes Lob und hohe Anerkennung einbrachte. Dabei ging es ihm in erster Linie nicht um die Überwindung der Grenzen der technischen Präzision, sondern vielmehr um die Vermittlung des Wesensinhalts der musikalischen Werke. Risch hatte bereits früh zu Dirigieren begonnen und gründete 16-jährig ein Jugend-Kammer-Orchester, 1975 war er Gründungsdozent des Landesjugendorchesters.

Stets bemühte er sich, auch Schülerinnen und Schüler in sein Orchester einzubinden, vielfach auch als Solisten. Für seine Aktivitäten erhielt Risch 1991 das Bundesverdienstkreuz am Bande. 2006 verlieh ihm die Stadt für seine musikpädagogischen und kulturellen Verdienst die Trierer Kulturplakette.

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