„Widerwärtige Begleiterscheinungen“
TRIER. OB Klaus Jensen (SPD) und Ordnungsdezernent Thomas Egger (FDP) haben am Freitag Stellung zu den Alkoholexzessen in der Trierer Innenstadt genommen. Die Auswüchse dürften nicht hingenommen werden, erklärten sie.
„Auch wenn wir auf annähernd alle Eventualitäten vorbereitet waren, haben wir eine solche, bislang ungekannte Massivität des Alkoholmißbrauchs mit den teilweise widerwärtigen Begleiterscheinungen kaum für möglich gehalten“, heißt es in einer am Mittag vom Presseamt des Rathauses verbreiteten Erklärung. Man werde die Ereignisse rund um den Hauptmarkt mit allen Verantwortlichen in allen Einzelheiten analysieren und dann gemeinsam über Konsequenzen nachdenken. Man dürfe dabei jedoch nicht verkennen, dass übermäßiger Alkoholkonsum „kein stadttrierisches, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem“ sei, das sich auch in der mangelnden Eigenverantwortung der Betroffenen ausdrücke.
Jensen und Egger dankten zugleich allen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich in einer schwierigen Situation um die vielen alkoholisierten und vereinzelt auch verletzten Menschen gekümmert und eine weitere Eskalation verhindert hätten. Es habe sich als richtig herausgestellt, wie in den Vorjahren im Vorfeld eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Es habe sich auch bewährt, eine große Zahl von Einsatzkräften und Rettungsfahrzeugen bereit zu stellen. Der OB und der Dezernent bedauerten, dass die Freude und die Ausgelassenheit von Tausenden von Närrinnen und Narren, an Karneval fröhlich miteinander zu feiern, immer wieder und in diesem Jahr verstärkt durch Alkoholexzesse einer Minderheit getrübt werde.
von 16vor
