Großeinsatz für Rettungskräfte

TRIER. Zeitweilig überlastete Rettungskräfte und mehrere Festnahmen sind die Bilanz von Alkoholexzessen am Weiberdonnerstag in Trier. Bis zum Abend mussten rund 50 Personen ambulant oder stationär behandelt werden.

Das erklärte der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr, Mario Marx, gegenüber 16vor. Eine abschließende Bilanz lasse sich erst am Freitag ziehen, erklärte Marx, doch habe man im vergangenen Jahr am gesamten Weiberdonnerstag lediglich 20 Rettungseinsätze verzeichnet.

Phasenweise reichte der reguläre Rettungsdienst nicht mehr aus, weshalb die Berufsfeuerwehr die so genannte Sondereinsatzgruppe mobilisierte. Auf dem Domfreihof wurde ein Großraumrettungswagen stationiert, in dem ein Notarzt Stellung bezog. Dieser entschied, welche der Patienten in eines der Trierer Krankenhäuser gebracht werden musste. Marx sprach von zahlreichen Alkoholvergiftungen, vor allem bei jungen Menschen. Zudem hätten sich viele bei Stürzen verletzt, und auch bei Schlägereien kamen einige Narren zu Schaden.

Schon kurz nach 12 Uhr wurde eine Person nach einer Körperverletzung am Stockplatz alkoholisiert in Polizeigewahrsam genommen.  Auch am Rande der Veranstaltung auf dem Hauptmarkt war die Polizei gefordert, so in der Treviris-Passage, wo nach einer körperlichen Auseinandersetzung vier Personen vorläufig festgenommen wurden; und auch in der Theodor- Heuss- Allee, wo angetrunkene Personen aneinander geraten waren und es zu einer Körperverletzung kam. Auch hier wurde eine Person in Gewahrsam genommen. Bis 16.30 Uhr wurden vielen angetrunkenen Personen – auffallend häufig in der Treviris-Passage – Platzverweise erteilt. Sechs angetrunkene Jugendliche wurden im Rahmen der Jugendschutzkontrollen dem Jugendamt überstellt und dann ihren Eltern übergeben. Dutzende sich in der Stadt übergebende und öffentlich urinierende Menschen hätten das unschöne Gesamtbild in der Trierer Innenstadt komplettiert, beklagte die Polizei am Abend.

Die Bilanz der Polizeieinsatzleiterin Sigrid Herz: „Leider zu viele betrunkene Jugendliche und junge Erwachsene und ein dadurch bedingtes hohes Aggressionspotenzial. Eine kritische Nachbereitung des diesjährigen Weiberdonnerstags auf dem Trierer Hauptmarkt mit allen verantwortlichen Stellen ist jetzt schon sicher.“

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