Knapp an der Blamage vorbei

TRIER. Die Dolphins sind am 14. Spieltag der RBBL noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Gegen den Tabellenletzten Hannover United gewannen sie mit 87:83 (39:37). Die Entscheidung fiel erst in der Schlussminute.

Knapp 20 Minuten waren in der Wolfsberghalle gespielt, als Dirk Passiwan seine Mannschaft mit der Halbzeitsirene das erste Mal in Führung brachte. Der Knoten war jedoch noch nicht geplatzt. Nach schwacher erster Halbzeit, in der Hannover mit bis zu sieben Punkten in Front lag, taten sich die Trierer Rollstuhlbasketballer auch nach Pause schwer. Zwar erspielten sich die Hausherren erstmals einen zweistelligen Vorsprung (62:52, 28. Min.), doch der krasse Außenseiter aus Niedersachsen kämpfte aufopferungsvoll und konnte wieder verkürzen.

Im Schlussviertel sahen die rund 200 Zuschauer in der Wolfsberghalle einen wahren Krimi, in dem die Führung ständig wechselte. Vor allem Hannovers Kai Möller konnten die Dolphins in dieser Phase des Spiels kaum stoppen. Die Nummer 13 der Gäste erzielte an diesem Abend insgesamt 36 Zähler. Als Tan Caglar die Gäste drei Minuten vor Ende gar mit 81:77 in Führung brachte und Triers Chad Jassman mit fünf Fouls auf die Bank musste, lag die Sensation in der Luft.

Doch Passiwan und Feser fanden in der anschließenden Auszeit wohl die richtigen Worte, Trier schaffte den Ausgleich, ging in Führung und gewann schließlich noch die Basketballschlacht. „Natürlich haben wir heute unter unseren Möglichkeiten gespielt, aber in dieser Phase zählen erst einmal nur Siege“, so Passiwan. „Mein Team hat Moral gezeigt und wir können dank des Erfolgs in der nächsten Woche etwas ruhiger im Training arbeiten.“

Bei den Dolphins überzeugte Janet McLachlan. Die Kanadierin machte 28 Punkte und pflückte 11 Rebounds. Noch besser war bei den Hausherren nur Dirk Passiwan. Seine Statistik: 49 Punkte, 18 Rebounds und sechs Assists. Am kommenden Wochenende treten die Immovesta Dolphins Trier die schwere Reise nach Exleben bei Gotha an. Dort treffen sie auf das Team von Thüringen, die Überraschungsmannschaft dieser Saison.

Immovesta Dolphins Trier: Ewertz (0), Feser (2), Herrmann (2), Jassman (0), McLachlan (28), Ohama (2), Passiwan (49), Schmitz (0), Stewart (4) und Moseley-Williams (n. e.).

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