Projekt X: SPD hakt nach
TRIER. Der Dezernatsausschuss II wird sich in seiner Sitzung am Donnerstag mit der Zukunft der Skatehalle „Projekt X“ in Trier-West befassen. Dem in einem ehemaligen Supermarkt untergebrachten Jugend- und Kulturzentrum droht die Schließung.
Zum Hintergrund: Das Gelände des früheren Edeka-Marktes in der Aachener Straße soll verkauft und neu bebaut werden. Vor knapp zwei Jahren signalisierte die Verwaltung, nach einem Ersatzstandort für die ursprünglich als Provisorium genutzten Räume zu suchen. Eine Alternative scheint bis dato jedoch noch nicht gefunden. Nun wollen die Skater die Sitzung am kommenden Donnerstag (Beginn 17 Uhr) dazu nutzen, um erneut für ihr Anliegen zu werben. Laut Betreibern kamen im vergangenen Jahr mehr als 6.000 Jugendliche und junge Erwachsene in die Halle, die sich über die Grenzen Triers hinaus in der Szene großer Beliebtheit erfreut.
Unterdessen beschloss der Stadtrat vor wenigen Wochen die Offenlage eines Bebauungsplans für die Fläche, womit die Planungen für eine Veräußerung des Areals weiter fortschreiten. Dass die Stadt auf einen Verkauf des Geländes verzichtet, scheint bislang kaum vorstellbar. Die Verwaltung müsse aber „Zukunftsperspektiven für das vorbildliche Projekt bieten“ verlangt die SPD-Ratsfraktion, die eine Anfrage zum Sachstand eingebracht hat. Von Bürgermeisterin Angelika Birk (B90/Die Grünen) und Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani (CDU) wollen die Sozialdemokraten unter anderem erfahren, welche Bemühungen die Stadtverwaltung zwischenzeitlich unternommen hat, um einen Ersatzstandort für die Skatehalle zu finden?
Weiter heißt es in der Anfrage: „Wie viele Objekte wurden geprüft und besichtigt? Aus welchen Gründen wurden diese verworfen? In welchem Zeitraum spielten sich diese Bemühungen ab?“ Offenbar hat man bei der SPD Zweifel, dass sich die Verantwortlichen am Augustinerhof bei der Suche nach Alternativen verausgabt haben könnten. „Wie schätzt die Stadtverwaltung das eigene Engagement zur alternativen Standortfindung ein? Reichen die Bemühungen, um rechtzeitig Alternativen zu entwickeln?“, haken die Sozialdemokraten nach. Zudem wolle man Auskunft darüber, ob Bau- und Sozialdezernat „auch weiterhin zu der Zusage, der Skaterszene bei der alternativen Standortsuche beizustehen“, stünden.
von Marcus Stölb
