Deutsche Läufer mit guten Chancen
TRIER. Insgesamt 2000 Athleten aus 20 Nationen gehen heute ab 13 Uhr beim Trierer Silvesterlauf an den Start. Bis zu 10.000 Zuschauer werden in der Innenstadt erwartet.
Corinna Harrer, 2011 Deutsche Meisterin über 1.500-Meter, läuft heute zum ersten Mal über das Trierer Pflaster und freut sich auf den „Elitelauf der Frauen“: „Ich kenne die Strecke ja noch nicht, aber natürlich würde ich gerne noch eine schöne Zeit über die 5.000-Meter laufen, ehe es nächste Woche wieder ins Trainingslager geht.“ Auch Gesa Krause, die im vorigen Jahr auf dem dritten Platz in Trier landete, fiebert dem Rennen entgegen: „Aufgrund der starken Konkurrenz und der weltklasse Stimmung wird es heute, angepeitscht von den Zuschauern, ein spannender Wettkampf werden.“
Auf Seiten der Männer darf sich das Trierer Publikum wieder auf Carsten Schlangen freuen, den Vize-Europameister über 1.500-Meter von 2010. Nach einer Verletzung, die ihn die WM-Teilnahme in Daegu kostete, meldet sich der gebürtige Emdener pünktlich zu seinem Geburtstag in Deutschlands ältester Stadt zurück. „Ich komme immer wieder gerne nach Trier zum Endes des Jahres – das gehört schon fast so dazu, wie meinen Geburtstag an der Porta Nigra zu feiern.“ Der Vorjahres-Zweite Arne Gabius und das Marathon-Ass André Pollmächer werden ebenfalls im Kampf um die vorderen Plätze mitmischen. Einer, für den der Silvesterlauf in Trier als „Local Hero“ ein Muss darstellt, ist Marc Kowalinski. Der mehrfache Medaillengewinner bei Deutschen Meisterschaften startet für den PST Trier und hofft auf die Unterstützung des heimischen Publikums, das ihn zur „kleinen Sensation“ tragen soll.
„An einem ausgemachten Favoriten sowohl im ‚Lauf der Asse‘ als auch im Elitelauf der Frauen fehlt es in diesem Jahr“, sagt Silvesterlauf-Mitbegründer Christoph Güntzer. Dafür zeichne sich die 22. Auflage durch „ein breites deutsches Teilnehmerfeld, gespickt mit jungen Talenten aus Äthiopien und Eritrea“ aus. Dazu gehört der Gewinner des Great Ethiopian Run, Mosinet Girmew, der zum ersten Mal in Europa an den Start geht. Ebenfalls aus Äthiopien kommt Almenesh Belete, die mit 15:03,68 Minuten die schnellste in diesem Jahr gelaufene 5.000-Meter-Zeit vorweisen kann. Für Spannung ist somit in allen der acht Läufe gesorgt.
von 16vor
