Heindrichs neuer Chefarzt

EHRANG. Dr. med. Uwe Heindrichs wird zum 1. Januar kommenden Jahres die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe im Ökumenischen Verbundkrankenhaus (ÖVK) Trier am Standort Marienkrankenhaus übernehmen.

„Der Funke ist gleich übergesprungen“, berichtet der neue Chefarzt über seine ersten Besuche im Marienkrankenhaus. Die nette und familiäre Atmosphäre dort sei für ihn eine Besonderheit, die sich in großen Häusern meist nur sehr schwer etablieren lasse.

Nach dem Medizinstudium in Aachen und London absolvierte Heindrichs seine Facharztausbildung für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie seine Promotion am Universitätsklinikum Aachen. Von 1997 bis 2000 arbeitete er als Fach- bzw. Oberarzt im Knappschaftskrankenhaus Bardenberg. Im Jahr 2001 begann er seine Tätigkeit als Oberarzt an der Universität Aachen. Seine besonderen Schwerpunkte sind die Minimal-invasive Chirurgie (MIC, sogenannte Knopflochchirurgie), die Brustchirurgie, und als Forschungsschwerpunkt die Psychoonkologie.

Innerhalb der Frauenklinik des Universitätsklinikums Aachen baute er seit 2003 den Bereich Brustchirurgie/Senologie mit auf und übernahm von 2004 bis 2008 die kommissarische Leitung. Er ist außerdem seit 2005 als Brustchirurg der Arbeitsgemeinschaft für ästhetische, plastische und wiederherstellende Operationsverfahren in der Gynäkologie e.V. (AWOgyn) zertifiziert und damit einer von zurzeit rund 80 Ausbildern in Deutschland. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten im Krankenhaus sei für ihn „gelebte Wirklichkeit“. So übernahm er die fachübergreifende Seminarleitung im Bereich Psychoonkologie (Worpswede, Bamberg) und behandelte im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit gemeinsam mit Psychotherapeuten u.a. Fragestellungen bezüglich der Zusammenhänge von Traumata und Krebserkrankungen. Seit 2009 gestaltet er als Leitender Oberarzt der Frauenklinik des Universitätsklinikums Aachen maßgeblich den dortigen Aufbau der Interdisziplinären Tumorambulanz (ITA).

Für seinen neuen Tätigkeitsbereich in der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe in Trier-Ehrang strebt er konkrete Ziele, wie die weitere Konsolidierung des Beckenbodenzentrums sowie den Ausbau des Brustzentrums und der minimal–invasiven Chirurgie an. Eine Kooperation mit der entstehenden Abteilung für Naturheilmedizin sei ganz in seinem Sinne, so Heindrichs, denn er wisse mittlerweile, dass zahlreiche Patienten auf eine Kombination aus Schulmedizin und Naturheilmedizin vertrauten.

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