Lübke verabschiedet sich

TRIER. Countdown im Glaspavillon: Nach sieben Jahren macht in der kommenden Woche das Café Lübke dicht. Mit einem Flohmarkt, auf dem das Inventar zum Verkauf stehen wird, verabschieden sich die Inhaber von ihren Gästen.

In den nächsten Tagen stehen noch einige Veranstaltungen auf dem Programm. So wird es am heutigen Abend zum letzten Mal das Lübke-Quiz geben. Morgen Abend um 20 Uhr steht dann eine Leseshow mit Patrick Salmen auf dem Programm. „Euphorie“ lautet der Titel der Veranstaltung.

Alles andere als Euphorie kommt angesichts der sicheren Schließung des Cafés auf. Nach sieben Jahren gehen die Lichter in der architektonisch markanten Location aus. Hier wurden schon Gottesdienste gefeiert und Muskeln trainiert, und auch als Bar und Tanzcafé diente der lichtdurchflutete Pavillon. In den vergangenen vier Jahren betrieben Thomas Fehr und Sina Wirtz das Lübke. Es habe sich keine Perspektive abgezeichnet, wie das Café mittelfristig wirtschaftlich betrieben werden könnte, so Wirtz zu einem der Gründe, weshalb nun die Reißleine gezogen wird. Tatsächlich ist der Sanierungsstau in dem Gebäude unübersehbar, vor allem die sanitären Anlagen, aber auch die Fensterfront müssten auf Vordermann gebracht werden. „Das Sommerloch frisst das Wintergeschäft auf“, beschreibt Sina Wirtz das Dilemma. In den Sommermonaten hielt sich die Aufenthaltsqualität im Lübke schon mal in Grenzen, weil die Temperaturen arg in die Höhe schnellten. An kalten Tagen hingegen musste kräftig geheizt werden. Mit den Eigentümern habe man keine Basis gefunden, die Aussicht auf einen Erfolg versprechenden Weiterbetrieb des Cafés eröffnet hätte, so Wirtz weiter.

Am Freitag kommender Woche, 16. Dezember, wird das Lübke ein letztes Mal öffnet. Dann wird es einen Flohmarkt geben, bei dem das Inventar zum Verkauf steht. Am 17. Dezember werde man dann in privatem Rahmen mit Freunden und treuen Unterstützern Abschied vom Café nehmen, kündigt Wirtz an.

Übrigens: Im Lübke trafen sich im Winter 2006/2007 regelmäßig ein paar Trierer Journalisten und Medienschaffende, um ein neues Projekt vorzubereiten, das dann im März 2007 online ging: 16vor.

Einen ausführlichen Bericht mit Hintergründen zur Baugeschichte des heutigen Lübke finden Sie hier: Kennen Sie… den gläsernen Pavillon?   

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