Beinahe-Crash in der Schleuse Trier
TRIER. In der Moselschleuse Trier ist es am späten Nachmittag zu einem Zwischenfall gekommen. Ein unbeladener Tanker rammte beinahe das untere Tor der Schleuse. Wider Erwarten konnte die Schifffahrt bereits wieder freigegeben werden.
Wie Dietmar Esch, Leiter der Wasserschutzpolizei Trier am Abend gegenüber 16vor erklärte, hätte nicht viel gefehlt, und die Moselschifffahrt hätte ein ernsthaftes Problem gehabt. Gegen 17 Uhr war das unbeladene Tankmotorschiff mit der Stossschutzanlage am flussabwärts befindlichen Tor der Schleuse Trier kollidiert. Das Schiff, das in Luxemburg eine Ladung Dieselkraftstoff gelöscht hatte, sollte in Trier in Richtung Koblenz geschleust werden.
Aus bislang unbekannter Ursache fuhr das Schiff nahezu ungebremst auf ein Schutzseil zu, das wenige Meter vor dem unteren Tor der Schleuse ausgebracht war. Hierbei hob sich der Bug und schob sich über dieses Seil hinaus, bis auf wenige Zentimeter vor das Tor. Bei dem Vorgang wurde niemand verletzt, es seien weder Betiebstoffe noch andere Gefahrstoffe ausgetreten. Allerdings wurde laut Esch das Stoßschutzseil so stark beschädigt, dass es ausgetauscht werden musste. Dies ist rasch geschehen, weshalb die Schifffahrt bereits um 18.50 Uhr wieder freigegeben werden konnte. „Die Sicherheitsvorkehrungen haben funktioniert“, so Esch, andernfalls wäre das Tor beschädigt worden, was die Moselschifffahrt wohl auf Wochen lahm gelegt hätte.
von Marcus Stölb
