Bastion wird teurer
TRIER. Die Sanierung des Mauerwerks der sogenannten Bastion Südallee wird teurer als geplant. Die Schäden durch Wurzeln diverser Pflanzen auf und in dem Mauerwerk seien größer als vermutet, teilte das Rathaus am Montag mit.
Das Projekt, für das ursprünglich Kosten von rund 22.000 Euro veranschlagt waren, wird durch Spenden der Trier-Gesellschaft gefördert. Zusätzlich erbrachte ein Benefizkonzert am Tag des offenen Denkmals im September einen Zuschuss von 6.000 Euro. Um wie viel teurer die Maßnahme nun werden könnte, war von der Stadt nicht zu erfahren.
Im November 2010 war der Pflanzenwildwuchs zurückgeschnitten worden. Bei der Fortsetzung der Arbeiten nach dem Denkmaltag wurde die Mauerkrone des Bauwerks in einem sehr schlechten Zustand vorgefunden. Teile der Sandsteineinfassungen an den Kanonenscharten wiesen ebenfalls Schäden auf. Die Verfugung der Mauern war auf großen Flächen stark verwittert. Die Mörtelschicht für die Abdichtung der Mauerkrone musste abgebrochen werden. Der gelockerte Mauerkopf wurde bis zum stabilen Teil des Mauerwerks ersetzt, schadhafte Teile der Kanonenscharten durch Sandsteinvierungen ersetzt und alle Fugen überholt. Zum Abschluss wird nach der Winterpause die Mauerkrone mit Trass-Kalk-Mörtel abgedichtet. Fachleute des Mainzer Instituts für Steinkonservierung unterstützen das Projekt. Die Landesdenkmalpflege finanziert eine Bauforschung durch den Mainzer Experten Lorenz Frank.
von 16vor
