„Das ist blamabel für die DB“

BERLIN. Das Land, die DB Regio und Luxemburg arbeiten an einer Ersatzlösung für den zum nächsten Fahrplanwechsel anstehenden Wegfall mehrerer IC-Verbindungen von und nach Trier. Das berichtet der Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster (CDU).

Ihm lägen Informationen aus dem Bundesverkehrsministerium vor, wonach nach zahlreichen Gesprächen und Protestbriefen gegen die Streichung der Fernzüge Bewegung in die Sache gekommen ist. „Die gestrichenen Fernzüge sollen teilweise ersetzt werden“, teilte das Büro des Bundestagsabgeordneten mit, die Fertigstellung eines Fahrplans werde in den nächsten beiden Wochen erwartet. Die hierfür entstehenden Kosten soll laut Kaster das Land Rheinland-Pfalz übernehmen. Allerdings wäre wohl auch nur die Verbindung zwischen Luxemburg, Trier und Koblenz betroffen. Da sich durch die Streichung der Fernzüge hier auch Lücken für die Verbindungen auf der Moselstrecke sowie ins Großherzogtum ergeben, sind hiervon auch Pendler betroffen.

„Diese Ersatzlösung wäre nach den vermasselten Verhandlungen der Deutschen Bahn und des Landes Rheinland-Pfalz in den vergangenen Wochen wohl ohne Luxemburg nicht möglich gewesen. Diese Korrektur ist das Mindeste, was die Deutsche Bahn uns nach dem völlig unhaltbaren Angebot ab Dezember bis zur Einführung des Rheinland-Pfalz-Takts ab Ende 2014 schuldig ist“, spart Kaster nicht mit deutlichen Worten. Bei einer reinen Schadensbegrenzung dürfe es jedoch nicht bleiben. „Es müssen langfristig richtige Lösungen gefunden werden, so dass die Region weiter im Fernverkehr auftaucht. Die Region Trier-Luxemburg kann man nicht so mir nichts dir nichts abkoppeln und mit einer Ersatzlösung abspeisen. Dafür ist die Region zu wichtig!“.

Nach den ihm vorliegenden Informationen aus dem Bundesverkehrsministerium soll nach Abstimmungen vom Land Rheinland-Pfalz mit Luxemburg und der DB der Verlust des Fernverkehrsangebotes auf der Relation Trier-Luxemburg – gemäß geplanter Angebotseinschränkung durch die DB AG zum Fahrplanwechsel, weitgehend durch die Bereitstellung von
Nahverkehrszügen, teilweise mit luxemburgischen Material kompensiert werden. „Das ist blamabel für die DB Regio“, so
Kaster. Auf der Relation Koblenz-Luxemburg werde es zu Einschränkungen kommen, aber wohl nicht in dem von der DB AG angekündigten Umfang. „Unsere größte Anerkennung für diese Ersatzlösung gilt dem Großherzogtum Luxemburg, das sich wiederholt erfolgreich für die Anbindung der Region im Herzen Europas stark gemacht hat.“

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