Gedenkstele umgestoßen

TRIER. Bislang unbekannte Täter haben die Gedenkstele am Standort der alten Trierer Synagoge umgeworfen. Die Polizei ermittelt, Bürgermeisterin Birk verurteilte die Tat.

Am gestrigen Sonntag teilten Anwohner der Polizei mit, dass die Stele an der Ecke Am Zuckerberg / Metzelstraße in Trier umgestoßen wurde. Die Gedenksäule wurde 1985 am Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge errichtet und erinnert an die Pogromnacht im November 1938.

Die metallene Stele wurde durch das Umwerfen ein Stück aus der Verankerung des darunter befindlichen Betonsockels gelöst. Der Gedenkstein wurde inzwischen von Mitarbeitern der Stadt Trier zur Beseitigung des Schadens abtransportiert. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung gemäß Paragraph 304 StGB. Nach den bisherigen Ermittlungen dürfte die Tat in der Nacht zum Sonntag zwischen 23 und 4 Uhr begangen worden sein. Da der Gedenkstein mit dem Betonsockel ein erhebliches Gewicht hat, sei nicht auszuschließen, dass möglicherweise mehrere Personen beteiligt waren. Die zuständige Staatsanwaltschaft Trier beabsichtigt, zur Aufklärung der Straftat eine Belohnung auszusetzen.

Bürgermeisterin Angelika Birk, die derzeit OB Klaus Jensen vertritt, hat sich über die mutwillig umgeworfene Gedenkstele An der alten Synagoge „tief betroffen“ gezeigt. Dieses für die Stadtgeschichte wichtige Denkmal erinnere an die schrecklichen Ereignisse vom 9. November 1938. „Unsere Sorge ist, dass die Sachbeschädigung einen antisemitischen Hintergrund haben könnte“, so Birk zu den Vorfällen. Die Stadt werde so schnell wie möglich die Stele mit einer festeren Verankerung wieder aufstellen.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminaldirektion Trier, Telefon 0651/9779-2290 oder 2019-121 in Verbindung zu setzen.

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