Ausbau soll Ende 2013 starten
LUXEMBURG. Zur Verbesserung der Bahnstrecke zwischen Trier und Luxemburg haben die DB AG und das Großherzogtum Luxemburg vereinbart, in den nächsten Jahren rund 19,6 Millionen Euro zu investieren.
Eine entsprechende Vereinbarung wurde am Donnerstag in Luxemburg unterzeichnet. Konkret geht es um den Ausbau des eingleisigen Abschnittes auf der Moselstrecke zwischen Igel und Igel West. Luxemburg hat sich bereit erklärt, rund 8 Millionen der geplanten Investitionssumme zu übernehmen, den Rest tragen die Bundesrepublik mit 8,6 Millionen, das Land Rheinland-Pfalz mit einer Million sowie die Deutsche Bahn AG mit rund zwei Millionen Euro.
Bei der Vertragsunterzeichnung im Luxemburger Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur erklärte Bahnchef Dr. Rüdiger Grube: „Mit dem Ausbau der eingleisigen Strecke beseitigen wir ein Nadelöhr und tragen entscheidend zur weiteren Verbesserung der Verkehrsangebote in Richtung Luxemburg bei. Möglich wird dies insbesondere durch das Engagement des Großherzogtums.“ Grube weiter: „Ich bedanke mich bei unseren luxemburgischen Partnern, sonst wäre die Realisierung des Ausbaus in dem jetzt vorgesehenen Zeitrahmen nicht möglich gewesen.“
„Mit der Unterzeichnung ist der Weg frei, die Verbindung zwischen Deutschland und Luxemburg auszubauen. Das wird vor allem für die vielen Pendler den Alltag erleichtern“, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, der ebenfalls nach Luxemburg gekommen war. Er sei froh, dass sich Luxemburg und das Land Rheinland-Pfalz an diesem grenzüberschreitenden Projekt finanziell beteiligen. „Das ist ein vergleichsweise kleines Projekt, an dem aber der europäische Gedanke deutlich wird.“ Ramsauers luxemburgischer Amtskollege Claude Wiseler erklärte: „Nach jahrzehntelangen Bemühungen trägt der geplante Ausbau zwischen Igel- und Igel-West maßgeblich zur Verbesserung der Infrastruktur bei, welche es Luxemburg ermöglicht, zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 einen wesentlich besseren Anschluss an das Fernverkehrsnetz in Koblenz zu bekommen.“ Zuvor wird sich Luxemburgs Anschluss an das deutsche Fernverkehrsnetz indes erst einmal drastisch verschlechtern: Bereits zum kommenden Fahrplanwechsel will die DB AG mehrere ihrer grenzüberschreitenden IC-Verbindungen streichen.
Die Bauarbeiten auf dem rund 1,8 Kilometer langen Abschnitt zwischen Trier und Wasserbillig sollen nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens Ende 2013 beginnen. Ursprünglich hatte der zweigleisige Ausbau bereits Ende 2012 abgeschlossen sein sollen, doch nach dem Amtsantritt Peter Ramsauers im Jahr 2009 wurde das Projekt auf den Prüfstand gestellt. Der Streckenabschnitt ist Bestandteil des „Bedarfsplanprojektes Ausbaustrecke (ABS) Luxemburg–Trier–Koblenz–Mainz“. Durch den neuen zweigleisigen Abschnitt zwischen Igel und Igel West erhöhe sich die Qualität im Betriebsablauf sowie die Leistungsfähigkeit der Strecke, so die DB AG.
von 16vor
