„Nicht kampflos hinnehmen“
TRIER. Die FWG-Fraktion im Stadtrat hat sich für eine Verlängerung des Pachtvertrags mit dem Betreiber der Tankstelle in der Ostallee ausgesprochen. Die vom Baudezernat vorgebrachten Argumente für ihre Planung seien „keineswegs schlüssig“.
Vor zwei Wochen berichtete 16vor erstmals über das drohende Aus der „blauen Lagune“, inzwischen hat sich vor allem im Internet eine regelrechte Gegenbewegung formiert, die sich für den Erhalt der Tankstelle ausspricht.
Dem hat sich nun auch die FWG angeschlossen. „Beschwerden der Anwohner über Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie erheblichen Störungen der Nachtruhe sind den Mitgliedern der FWG-Fraktion bisher nie zu Ohren gekommen“, heißt es in einer Mitteilung. Die Argumente des Baudezernats seien „daher vorgeschoben“. Auf die jährlichen Einnahmen durch Pacht, Gewerbesteuer sowie weiteren Abgaben dürfe die Stadt im Hinblick auf ihre finanzielle Situation auch künftig nicht verzichten, verlangt die FWG. Weiter warnen die freien Wähler: „Durch den ersatzlosen Wegfall der ‚blauen Lagune‘ als zentrale Nahversorgung und Shop für Reisebedarf rund um die Uhr wären die Kunden gezwungen, weite Wege durch die Stadt zu fahren, um ihren Bedarf zu decken. Ein Mehr an Verkehr insbesondere zur Nachtzeit wäre die Folge, die die FWG-Fraktion nicht kampflos hinnehmen möchte.“ Man wolle das Thema in der übernächsten Stadtratssitzung im November zur Sprache bringen, kündigte FWG-Fraktionschefin Christiane Probst an.
Lesen Sie auch: „Blaue Lagune“ soll Grünzug weichen
von 16vor
