Monheim verabschiedet sich

TRIER. Mit einem zweitägigen Kolloquium beendet der bundesweit bekannte und streitbare Verkehrswissenschaftler Professor Heiner Monheim am ersten Oktoberwochenende seine Lehrtätigkeit an der Universität Trier

„Grenzgänger – zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis“, lautet das Thema der Veranstaltung am 1. und 2. Oktober, die einen Schwerpunkt auf die raumplanerische und verkehrspolitische Perspektive legen soll. Angesagt haben sich eine ganze Reihe namhafter Wissenschaftler.

Monheim, der sich selbst als einen „Wanderprediger für eine Trendwende in der Raum- und Verkehrsentwicklung“ bezeichnet,  studierte in Bonn und München unter anderem Wirtschafts- und Sozialgeographie. Bevor er 1995 nach Trier kam, arbeitete er im Düsseldorfer Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr, wo für Verkehrsberuhigung und Grundsatzfragen des Verkehrs zuständig war. Vor 16 Jahren übernahm Monheim an der Uni Trier den Lehrstuhl für Angewandte Geographie/Raumordnung. Wegen seiner klaren Ansagen und pointierten Äußerungen ist der Wissenschaftler ein gefragter Interviewpartner, auch in Gesprächen mit 16vor sowie in Gastbeiträgen bezog er deutlich Stellung zu verkehrspolitischen Fragen.

Gleich zu Beginn seiner Trierer Jahre hatte ihn die Stadt als Moderator einer mehrteiligen Verkehrsrunde engagiert, die Perspektiven für die lokale Verkehrspolitik entwickeln sollte. Doch weil Monheims Vorstellungen von einem Stadtverkehr der Zukunft, der mit deutlich weniger motorisiertem Individualverkehr auskommen und stattdessen stärker auf Rad-, Fuß- und Nahverkehr setzen soll, nicht so recht mit dem politischen Willen der vor Ort handelnden Akteure zusammenpassen wollte, war dieser Mission wenig Erfolg beschieden.

Das Programm zum Abschiedskolloquium anlässlich der Emeritierung von Professor Heiner Monheim finden Sie auf folgender Homepage.

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