César Franck zu Ehren

QATTROPOLE. Mit dem „César-Franck-Festival“ unterstützt das Städtenetz QuattroPole in diesem Herbst eine mehrwöchige Reihe zu Ehren des Komponisten, der als Symbolfigur für die kulturelle Vernetzung der Großregion gilt.

Vom 22. Oktober bis 6. November laden Konzerte, Matineen und Vorträge zum Kennenlernen und Wiederentdecken der Werke des französischen Organisten und Komponisten deutsch-belgischer Abstammung ein. Namhafte Organisten wie Andreas Rothkopf, Philippe Brandeis, Paul Breisch und Paul Kayser arbeiten dabei erstmals zusammen. Die Reihe ist eine Koproduktion mit dem Musikfestival „Orgel ohne Grenzen“. Mit 14 Konzerten sollen sie einen Gesamteindruck der Orgellandschaft in Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier bieten. Es seien sowohl Raritäten aus dem Umfeld des Komponisten zu hören als auch das Stück „César Franck und die Kunst der Improvisation“, kündigen die Veranstalter an. Das Festival präsentiert zudem eine Ausstellung und Vorträge zum Leben und Werk Francks sowie den Kirchen und Orgeln der vier Städte. Alle Veranstaltungen sind kostenlos.

Der Saarbrücker Kulturdezernent Erik Schrader eröffnet das Festival am Samstag, 22. Oktober, 19 Uhr. Zum Auftakt wird Franck mit einem Festkonzert und einem Vortrag vorgestellt. Am Sonntag, 30. Oktober, 10.30 Uhr, ist die große Messe in A-Dur in der Kathedrale „Unserer lieben Frau“ in Luxemburg-Stadt zu hören. Die Messe wird am gleichen Tag um 17 Uhr in Luxemburg mit dem 150. Psalm in der Vertonung von Franck noch einmal in der Pfarrkirche St. Martin in Junglinster aufgeführt. Das Vokalensemble ’83 aus Saarbrücken wird an der Orgel von Alain Wirth, Professor für Orgel am Conservatoire de Luxembourg, begleitet. Am Samstag, 22. Oktober, 11.30 Uhr, wartet Domorganist Josef Still mit dem Orgelwerk „Trois Chorals de César Franck“ im Trierer Dom auf. Am Sonntag, 6. November, 12.30 Uhr, werden die Gäste in der Kathedrale Saint-Étienne in Metz musikalisch zu den „Französischen Wurzeln der Orgelmusik César Francks“ geführt. Am gleichen Tag endet das Festival um 17 Uhr mit einem Konzert in der Metzer Église St.Maximin.

César Franck (1822- 1890) gilt als der bedeutendste französische Komponist und Organist der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und Wegbereiter der symphonischen Orgelkunst. Nach ersten Auftritten als Pianist in Belgien und der Saar-Lor-Lux-Region zog er nach Paris, wo sein und Schaffen als Organist und Komponist in diversen Kirchen begann. Von 1858 bis zu seinem Tod war er Titularorganist der Kirche Ste Clotilde und ab 1872 zusätzlich Professor für Orgel am Konservatorium. Seine Klangästhetik hat den Fundus der romantischen Instrumente in der Großregion maßgeblich geprägt.

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