„FDP-Führung ist austauschbar“

TRIER. Nach dem desaströsen Abschneiden seiner Partei bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus hat FDP-Kreischef Thomas Egger seinen Bundesvorsitzenden Philipp Rösler indirekt zum Rücktritt aufgefordert.

„Ich an seiner Stelle würde mein Amt zur Verfügung stellen“, erklärte der Trierer Wirtschafts- und Kulturdezernent im Gespräch mit 16vor. Das schlechte Abschneiden der Berliner Freidemokraten habe „sicher auch Gründe, die in der Berliner FDP selbst zu suchen sind“, so Egger, doch insgesamt zeige sich, dass der Führungswechsel in der Bundes-FDP „nicht den gewünschten Erfolg hatte“. Das liegt zum einen daran, dass die versprochene „Neuprogrammierung“ der Liberalen nicht erfolgt sei oder „nur sehr schleppend vorangeht“, zum anderen aber auch daran, dass „dem Führungspersonal Kanten und Ecken fehlen, sie austauschbar und – im gewissen Sinne – beliebig sind“, spart Triers oberster Freidemokrat nicht mit Kritik an der Bundesführung seiner Partei.

Wie sonst lasse sich die „diffuse Positionierung zur Finanzkrise und die innerparteiliche Zerstrittenheit erklären?“, fragt Egger. Der FDP-Kreischef weiter: „Rösler ist nicht der Mann, dem man ein Machtwort abnimmt. Aber da sehe ich im engeren Führungszirkel auch sonst keinen“. Die Wahl- und Umfrageergebnisse der vergangenen Monate müssten „jedenfalls alle Alarmglocken zum Schrillen bringen und eine grundsätzliche Neuorientierung der Partei nach sich ziehen“, verlangt Egger.

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