Von Katzensteuer bis Südbad

TRIER. Im Rahmen der dritten Auflage des Trierer Bürgerhaushalts sind bislang rund 70 Vorschläge eingegangen, wie die Stadt Geld sparen oder zusätzliches einnehmen könnte. Damit ist die Beteiligung geringer als in den Vorjahren.

Man habe durchaus mit einer schwächeren Resonanz gerechnet, erklärte Toni Loosen-Bach, im Rathaus zuständig für die Bürgerbeteiligung, gegenüber 16vor. Schließlich seien dieses Mal ausschließlich Vorschläge gefragt, die zu einer Konsolidierung des völlig maroden Haushalts beitragen könnten. 2011 stehen im städtischen Budget Einnahmen von 301 Millionen Euro Ausgaben von 364 Millionen Euro gegenüber. Es klafft eine Lücke von 63 Millionen Euro. Insgesamt hat die Trier aktuell etwa 581 Millionen Euro Schulden. Loosen-Bach hofft, dass die Beteiligung am Bürgerhaushalt noch spürbar zunimmt.

Die Palette der bisherigen Vorschläge reicht von der Forderung, die Gebühren für das Parken ohne Parkschein zu erhöhen, bis zur effektiveren Verwendung der Mittel für den Radverkehr: diese sollten statt in „kostenaufwendig gestaltete Radwegteilstrecken“ besser in Markierungen auf der Fahrbahn fließen, empfiehlt ein Teilnehmer. Weitere Forderungen: Das Südbad sollte bereits im Mai öffnen und die Rathaus-Zeitung abgeschafft werden. Andere Bürgerhaushälter sprechen sich für die Einführung einer Katzensteuer sowie für die verstärkte Kontrolle von Hundehaltern, insbesondere auf dem Petrisberg aus.

Noch bis zum 29. September können online Vorschläge gemacht oder bereits gemachte Vorschläge kommentiert und bewertet werden.

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