Vorbild für moderne Archäologie
TRIER. Der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ beginnt am kommenden Sonntag in der Konstantin-Basilika um 10 Uhr mit einem großen Ökumenischen Gottesdienst.
Der Festgottesdienst wird vom Ökumenebeauftragten des Bistums Trier, Dr. Siegfried Schmitt, und Pfarrer Guido Hepke von der Evangelischen Kirchengemeinde Trier gestaltet. In ihrer Dialogpredigt greifen sie das Tagesmotto „Romantik, Realismus, Revolution – Das 19. Jahrhundert“ auf. Gerade im 19. Jahrhundert erfuhr die Basilika ihre entscheidende Veränderung. Sie wurde als evangelische Kirche wiederhergestellt.
Im Anschluss an den Gottesdienst findet in der Basilika ein Festakt statt. Neben Oberbürgermeister Klaus Jensen wird auch Landesministerin Doris Ahnen ein Grußwort sprechen. Musikalisch werden Gottesdienst und Festakt vom Orchester des Angela-Merici-Gymnasiums unter der Leitung von Ulrich Krupp sowie Kantor Martin Bambauer gestaltet. Im Anschluss an den Festakt finden um 13, 14 und 15 Uhr familiengerechte Führungen durch die Basilika und die Ausgrabung unter der Basilika statt.
Am „Tag des offenen Denkmals“ werden bundesweit mehr als 7.500 Bau- und Bodendenkmale geöffnet sein. Jedes Jahr findet die Eröffnung in einem anderen Bundesland statt. Trier biete sich sehr für das diesjährige Motto an, denn die alte Römer-Stadt sei wegbereitend gewesen für die moderne Archäologie, sagt Anke Leyendecker von der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz. Unter anderem wurde die Basilika damals wieder aufgebaut.
Der Erhalt weltbekannter Bauten der Antike wie Porta Nigra, Kaiserthermen oder Konstantin-Basilika bildete im 19. Jahrhundert mit Ausgrabungen und Teilrekonstruktionen eine der Keimzellen des modernen Denkmalschutzes. Über 30 Denkmale in der ganzen Stadt laden ein zum Entdecken.
von 16vor
