Jungen besser fördern

TRIER. Mit „Junge Junge“ startet ein neues Programm zur Jungenförderung an sechs Schulen in Trier und der Region. Zwei Jahre dauert das Projekt.

Der Blick auf die Schulzeugnisse zeigt: Insgesamt schneiden Mädchen besser ab. Doch Jungen lernen nicht schlechter, sondern einfach anders als Mädchen. Sie brauchen beispielsweise mehr Bewegungsangebote oder mögen lieber Sachbücher statt fiktionale Geschichten. Das neue Programm „Junge Junge – Bildung macht den Unterschied!“ startet nun in der Region Trier, um Jungen entsprechend ihren Voraussetzungen, Bedürfnissen und Stärken zu fördern.

Mit dem Programm unterstützen die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und die Nikolaus Koch Stiftung jeweils zwei Kitas, Grund- und weiterführende Schulen als Modelleinrichtungen dabei, sich zu gendersensiblen Einrichtungen zu entwickeln. Die „Junge Junge“-Kitas und -Schulen planen und erproben konkrete pädagogische Ansätze und Angebote, um Jungen gemäß ihren Interessen und Fähigkeiten zu stärken.

Zum offiziellen Auftakt des Programms kamen die Kitas und Schulen am vergangenen Freitag im Robert Schuman Haus zusammen, um sich kennenzulernen und Ideen auszutauschen. Fachliche Impulse für ihre Projektarbeit erhielten sie durch einen Vortrag zum Thema „Jungenförderung als gemeinsame Aufgabe“. Die Teilnehmer zeigten, dass sie sich für das zweijährige Programm viel vorgenommen haben: „Es ist mein Job, Stärken zu sehen. Ich will ganz konkret die Ressourcen der Jungen heben und vor allem nutzen“, so Ernst Daniel Röhrig, Schulsozialarbeiter der Realschule Plus aus Traben-Trarbach .

Der Ansatz des Programms besteht darin, Jungen in ihrer gesamten Bildungsbiografie in den Fokus zu rücken. Die sechs beteiligten Einrichtungen bilden ein Netzwerk und tauschen sich regelmäßig aus, um die Jungenförderung von der Kita bis zum Schulabschluss durchgängig zu ermöglichen und aufeinander abzustimmen. Erfahrene Programmbegleiter der DKJS unterstützen sie dabei, ihre pädagogische Praxis kritisch zu hinterfragen und jungengerechte Bildungsangebote umzusetzen.

Die beteiligen Einrichtungen sind die Kita Spatzennest Trier, die Matthias-Grundschule Trier, der Kindergarten Pelm, die Realschule Plus Traben-Trarbach, die Grundschule Friedrichstraße Wittlich und die Kurfürst-Balduin Realschule Plus Trier.

Weitere Informationen unter www.junge-junge.info.

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