„Abweichende Zugbildungen“

TRIER-SAARBURG. In der Diskussion über die Weichenstellungen für den Rheinland-Pfalz-Takt 2015 hat sich Landrat Günther Schartz dafür ausgesprochen, das Angebot an Bahnverbindungen nach Frankreich auszuweiten.

Zugleich begrüßte es der Unionsmann, dass die Bahn-Tochter DB Regio Südwest den Zuschlag für die Bedienung der Strecke von Koblenz über Trier nach Saarbrücken erhalten hat. Vorvergangene Woche war bekannt geworden, dass die DB Regio Südwest über den Dezember 2014 hinaus den Regionalexpressverkehr bedienen wird.

Die in Trier geplante Verzweigung nach Luxemburg bezeichnete der Landrat als „wichtige Bereicherung für die Verkehrsinfrastruktur“. Die luxemburgische Bahn hatte den Zuschlag für die Direktverbindungen von Luxemburg nach Koblenz über Trier erhalten. In Form von „Flügelzugverbindungen“ werden die Züge von Luxemburg mit einem Teil des Zuges, der aus Saarbrücken kommt, zur Weiterfahrt nach Koblenz verbunden. Umgekehrt verhält es sich mit den Zügen, die aus Richtung Koblenz eintreffen: Sie werden in Trier getrennt – ein Teil fährt nach Luxemburg, der andere nach Saarbrücken (wir berichteten).

Mit diesen Detailabstimmungen sei eine gute Vertaktung des Nah- und Fernverkehrs möglich und das Zugangebot würde erhöht und auch qualitativ verbessert, erwartet Schartz. Zugleich forderte er, auch die Möglichkeit der Reaktivierung der Trierer Westtrasse nicht aus den Augen zu verlieren, um „dauerhaft vor allem auch dem Bedarf der Berufspendler nach Luxemburg entgegen zu kommen“. Auch die Zugverbindungen nach Frankreich müssten weiterhin verfolgt werden, so Günther Schartz, der nicht zum ersten Mal den Wunsch äußerte, dass das bislang auf die Wochenenden beschränkte Angebot umsteigefreier Verbindungen zwischen Trier und Metz ausgebaut wird.

Unterdessen führt die noch immer ausstehende Lieferung von Elektrotriebwagen der Baureihe ET 442 („Talent 2“) auf der Moselstrecke zu wiederholten Engpässen. Der Fahrzeugbestand sei „bis an die Kapazitätsgrenze ausgelastet“, räumt das Unternehmen in einer Mail gegenüber einem Fahrgast ein. Das habe zur Folge, „dass bei kleinsten Unregelmäßigkeiten unsere Mitarbeiter der Transportleitung improvisieren müssen“. Deshalb komme es „immer wieder vor“, dass Züge mit geringerer Kapazität auf der Moselstrecke eingesetzt würden. Die „abweichenden Zugbildungen“ auf der Strecke verlangten zahlreichen Reisenden und vor allem Pendlern in den vergangenen Wochen einiges ab, mussten doch nicht wenige die Fahrt stehend zurücklegen.

Weitere Informationen zum Thema: „Kiss“ nach Luxemburg, „Flirt“ nach Saarbrücken

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