Armenische Gesänge bei Nacht
TRIER. Der Saxophonist Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble treten am Freitag, 15. Juli, um 22 Uhr in der Basilika gemeinsam in einem Nachtkonzert auf.
Die Premiere „Officium“ 1997 in der Konstantin-Basilika zählte nicht nur für die Zuhörer zu den intensivsten und berührendsten Musikerlebnissen in der Geschichte des „Mosel Musikfestivals“, sondern auch für die Interpreten, die sich in besonderer Weise auf ein Wiederhören freuen. Die Fortführung dieses Projektes mit dem neuen Programm „Officium Novum“ widmet sich dem reichen Erbe der armenischen Musik. In den geistlichen Gesängen der ältesten christlichen Nation der Welt, den sogenannten Sharakans, verbinden sich jahrhundertealte liturgische Weisen mit der bardischen Tradition der Kaukasusregion. Dabei entsteht eine einzigartige Mischung west- und östlicher Einflüsse – idealer Ausgangspunkt für die spontanen Exkursionen des Saxophonisten.
Das britische, 1974 gegründete Hilliard Ensemble gilt als eines der besten Vokalensembles. Die vier Sänger konzentrieren sich auf die Musik vor 1600, nehmen aber auch Stücke moderner Komponisten mit in ihr Repertoire auf.
Wichtig für das Spiel von Jan Garbarek ist, neben den klassischen amerikanischen Jazzgrößen, die traditionelle Folklore seiner norwegischen Heimat. Sein Einfluss war prägend für die ganze skandinavische Jazz-Musikszene. Seine größte Aufmerksamkeit gilt der Melodie, der klaren Betonung der melodischen Linie, die er mit unvergleichlicher Intensität spielt. Genau damit trifft er auf die Stärken des Hilliard Ensembles. Sein strahlendes Saxophon und der polyphone Gesang verflechten sich zu einer glänzenden Einheit.
von 16vor
