Bislang nur 15 Zensus-Verweigerer
TRIER. Knapp zwei Monate nach dem Start des Zensus 2011 liegt die Erhebungsstelle Trier gut im Zeitplan: Die persönlichen Befragungen sind bereits zu 85 Prozent abgeschlossen.
Die Akzeptanz in der Bevölkerung sei besser als vielfach befürchtet. Wie Raimund Fries, Leiter der Erhebungsstelle im Rathaus, am Montag berichtete, verweigerten im ersten Kontakt nur 15 von mehreren Tausend auskunftspflichtigen Personen die Teilnahme an der Erhebung.
Mit dem bisherigen Verlauf der Befragung ist Fries daher vollauf zufrieden: „Wir liegen sehr gut im Zeitplan. Rund 6.200 ausgefüllte Fragebögen liegen uns bereits vor, das entspricht einer Quote von etwa 85 Prozent.“ Das städtische Amt für Stadtentwicklung und Statistik, das die Erhebungsstelle betreibt, hat nach eigener Darstellung viel Wert auf Auswahl und Schulung der 95 Erhebungsbeauftragten gelegt. „Das zahlt sich jetzt aus, bisher ist niemand ausgefallen““, betont Fries.
Noch eine andere Zahl ist aus Sicht der Organisatoren erfreulich: Die weit überwiegende Mehrzahl der Daten konnte bei Direktinterviews erhoben werden. Nur rund 15 Prozent nahmen ihr Recht in Anspruch, den Fragebogen entgegenzunehmen und später selbst auszufüllen oder den Online-Fragebogen zu nutzen.
Am 31. Juli endet die Hauptphase der Erhebung. Danach organisieren die vier Mitarbeiter die Wiederholungsbefragung: Eine Stichprobe von 45 Adressen wird erneut aufgesucht, um die Ergebnisse zu kontrollieren. Schließlich werden die Fragebögen unter strengen Sicherheitsauflagen an das Statistische Landesamt in Bad Ems geliefert, wo die elektronische Erfassung und Auswertung erfolgt.
Kommunen wie Trier mussten für die Organisation des Zensus 2011 vor Ort einen großen Aufwand betreiben, erhalten aber erst ab 2014 Zugriff auf die Ergebnisse. Eine Ausnahme bildet die neue amtliche Einwohnerzahl der Stadt Trier, die voraussichtlich Ende 2012 bekannt gegeben wird.
Einen ausführlichen Bericht zum Thema finden Sie hier: Der Zensus steht vor der Tür
von 16vor
