„Einfache körperliche Gewalt“

TRIER. Im Zusammenhang mit einem Polizeieinsatz, bei dem am Dienstagabend eine 28-jährige Frau in Gewahrsam genommen wurde, äußert eine Zeugin Kritik am Vorgehen der Beamten.

Der Vorfall hatte Aufsehen erregt, weil die Frau sich mit Bissen gegen ihre Festnahme wehrte (wir berichteten)

Gegenüber 16vor berichtete nun eine Zeugin, dass ein Polizist die Frau, die angegeben habe, schwanger zu sein, mehrfach geschlagen habe. Daraufhin sei ein weiterer Zeuge eingeschritten, „um den Poilzisten darauf hinzuweisen, dass das kein Umgang sei“. Dem Passanten sei von dem Beamten mit einer Anzeige wegen „Behinderung einer Amtshandlung“ gedroht worden, so die Darstellung. Die Zeugin schildert weiter: „Der Polizist war sichtbar ungehalten, er zitterte vor Wut und ließ auch nicht davon ab, die Frau zu schlagen. Von Deeskalation oder professionellem Verhalten konnte leider nicht die Rede sein“.

Bei der Polizei weist man die Vorwürfe zurück. Die Tatverdächtige sei vielen Beamten der Polizeiinspektion bekannt, „auch ihr aggressives Auftreten, das sich durch Spucken, Beißen und Treten äußert“, erklärte ein Sprecher auf Nachfrage. „Im Rahmen des Einsatzes wurde natürlich seitens der Kolleginnen und Kollegen versucht, durch Kommunikation beruhigend auf die Frau einzuwirken“, versicherte er, „sprunghaft schlug das Verhalten der Frau jedoch in pure Aggression um, in deren Folge es zu den Übergriffen auf die Kollegen kam. Dabei wurden eine Polizeibeamtin und ein Polizeibeamter durch mehrere Bisse verletzt“.

Diese Umstände sowie „Gründe der Eigensicherung“ hätten schließlich den Einsatz „von einfacher körperlicher Gewalt sowie eine Fesselung der Tatverdächtigen erforderlich“ gemacht. Aufgrund der bestehenden Schwangerschaft habe die „übliche Fixierung bäuchlings nicht erfolgen“ können. Aufgrund eines richterlichen Beschlusses wurde die 28-jährige Frau laut Polizei einstweilig in einer Spezialklinik untergebracht.

Der Polizeisprecher bestätigte die Darstellung, dass ein Passant für die Festgenommene Partei ergriffen hat. Diese Person komme als Zeuge in Betracht und werde daher gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Trier (Tel: 0651/9779-3200) zu melden.

 

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