Kein einziger Hinweis
TRIER. Auch fast vier Wochen nach einem gewaltsamen Übergriff auf der Römerbrücke, bei dem zwei ausländische Studierende verletzt wurden, hat die Polizei noch keinerlei Hinweise auf die mutmaßlichen Täter.
In der Nacht zum 3. Juni waren drei spanisch sprechende Studenten, die sich in Kursen an der Universität auf einen längeren Deutschlandaufenthalt vorbereiteten, auf der Römerbrücke in Richtung Innenstadt unterwegs, als sie von drei Männern im Alter zwischen 20 und 28 Jahren zunächst angepöbelt wurden. Dabei sollen auch fremdenfeindliche Äußerungen gefallen sein. Obwohl der 23-jährige Mexikaner und der 19-jährige Guatemalteke noch versucht haben sollen, den Streit zu schlichten, wurden die Männer gewalttätig und schlugen auf die Ausländer ein. Beide erlitten bei dem Angriff Verletzungen im Gesicht, die in einem Krankenhaus ambulant versorgt werden mussten. Die Studentin, die ihre beiden Kommilitonen begleitete, blieb unverletzt.
Der Vorfall wurde erst mit einigen Tagen Verzögerung und nur auf Nachfrage von 16vor publik, und während die Polizei zunächst noch keinerlei Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund sah, bestätigte sie nach einer erneuten Vernehmung, dass eine derartige Motivation doch vorgelegen haben könnte. (wir berichteten)
Ein entsprechender Zeugenaufruf brachte bislang keinerlei Ergebnisse. „Die Ermittlungen in der Sache dauern nach wie vor an. Hinweise in dem Fall – auch aufgrund des Zeugenaufrufs in den Medien – sind bis dato nicht eingegangen. Insofern haben wir derzeit auch keinen konkreten Tatverdacht“, erklärte ein Polizeisprecher am Mittwoch auf Nachfrage.
von Marcus Stölb
