„Armutszeugnis unseres Landes“

TRIER. Anlässlich der vom 27. Juni bis 1. Juli stattfindenden „Aktionswoche der Schuldnerberatung 2011“ hat sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Manfred Nink für eine bessere Ausstattung der Beratungsstellen ausgesprochen.

Mit Blick auf die mehr als drei Millionen überschuldeten Haushalte in der Bundesrepublik sprach der Trierer Parlamentarier von einem „Armutszeugnis unseres Landes“. Bundesweit gibt es laut Nink etwa 1.000 Schuldnerberatungsstellen in Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und Verbraucherzentralen. Dennoch reiche das Angebot an Beratungen „bei weitem nicht aus“.

Dabei sei „unbestritten, dass die Beratung überschuldeter Menschen eine notwendige und sinnvolle Hilfe ist. Sie ist notwendig, weil immer mehr überschuldete Menschen ohne eine qualifizierte Schuldnerberatung häufig keine Chance mehr haben, ihre Probleme zu lösen“. Nink verwies zudem darauf, dass die „sozialen Folgekosten einer nicht bewältigten Überschuldung ungleich höher sind als die Kosten einer Beratung“. Jeder Euro für die Schuldnerberatung führe zu Einsparungen bei Sozialausgaben in Höhe von zwei Euro.

Auch in der Region Trier gebe es gute und seriöse Beratungsstellen, die für die Menschen eine große Stütze seien. Diese müssten unterstützt und ausgebaut werden. Nink: „Die Schuldnerberatung muss – auch im Interesse der öffentlichen Haushalte – besser ausgestattet werden“, und das „nicht nur finanziell, sondern auch auf der Ebene psychologischer und
persönlicher Beratung“.

Einen ausführlichen Bericht zum Thema finden Sie hier: „Heute ist da meist gar nichts mehr“

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