Schlappe für die Trierer Grünen

MAINZ. Die Kreisvorstandssprecher der Trierer Grünen, Corinna Rüffer und Thorsten Kretzer, sind mit ihrem Versuch gescheitert, in die Führung der Landespartei aufzurücken. Einzig Angelika Birk schaffte den Sprung in den Parteirat.

Damit werden die Grünen der Moselstadt, die bei der Landtagswahl im März das landesweit zweitbeste Ergebnis einfuhren, in der Partei auch weiterhin wenig zu melden haben. Im Landtag und auch in der neuen rot-grünen Landesregierung ist kein Grüner aus Trier vertreten. Nun strebte man zumindest in der Partei mehr Einfluss an, was aber nur sehr bedingt gelang.

Rüffer, die auch dem Stadtrat angehört und seit vergangenem Jahr an der Spitze des Kreisverbands Trier/Trier-Saarburg steht, der kürzlich seine Aufteilung in zwei eigenständige Verbände beschloss, bewarb sich um einen der beiden Landesvorstandssprecherposten. Nachdem sich die bisherige Schatzmeisterin Britta Steck im ersten Wahlgang ohne Gegenkandidatin souverän durchgesetzt hatte, mussten die drei weiteren Bewerber das Rennen um den zweiten Sprecherposten unter sich ausmachen.

Hierbei kam es zu einem regelrechten Wahlkrimi: Neben Rüffer traten auch die Mainzerin Katharina Binz sowie Uwe Diederichs-Seidel aus Koblenz an. Im ersten Wahlgang lag die Triererin mit 76 Stimmen klar vor Diederichs-Seidel, der auf 63 Stimmen gekommen war. Im zweiten Wahlgang kam es dann zu einem Patt zwischen Rüffer und dem Koblenzer, beide konnten 93 Stimmen auf sich vereinen. Im dritten Wahlgang hatte schließlich Diederichs-Seidel mit 95 von 190 Stimmen 50 Prozent der Delegierten hinter sich gebracht, derweil Rüffer mit 90 Stimmen den Kürzeren zog.

Rüffers Trierer Vorstandssprecherkollege Thorsten Kretzer bewarb sich um einen Sitz im Parteirat, unterlag aber in mehreren Wahlgängen. Anders als Angelika Birk: Die Trierer Bürgermeisterin wird dem Gremium künftig angehören. Für die Trierer Grünen bedeuten die Niederlagen Kretzers und Rüffers auf der Landesdelegiertenversammlung einen weiteren Rückschlag. Im Vorfeld der Landtagswahl hatten sie es nicht vermocht, einen eigenen Kandidaten auf einem aussichtsreichen Listenplatz zu platzieren. Mit Stephanie Nabinger gelang lediglich einer Kandidatin aus dem Landkreis der Sprung ins Parlament.

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