Kaster kritisiert Atomaufsicht

TRIER/BERLIN. Der Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster fordert von der französischen Regierung, ein „konkretes Abschaltdatum“ für das Atomkraftwerk Cattenom zu benennen.

Kaster (CDU) reagierte damit auf eine Erklärung der französischen Atomaufsicht ASN (Autorités de sûreté nucléaire) vom Donnerstag, der zufolge die Leistungen der grenznahen Kernkraftwerke Cattenom und Fessenheim (Oberelsass) in den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz „dem Durchschnitt aller AKW in Frankreich“ entsprächen.

Der EU-Stresstest laufe gerade erst, Ergebnisse werden im September erwartet, so Kaster. „Die Erklärung, man sei mit der Sicherheit zufrieden, scheint mir da voreilig“, kritisiert der Unionsmann die französische Atomaufsicht. Der Bundestagsabgeordnete weiter: „Sollte Cattenom diese Tests nicht bestehen, müssen umgehend Konsequenzen gezogen werden.“ Zudem müsse es eine konkrete zeitliche Perspektive für einen Abschalttermin des seit 1986 laufenden Kernkraftwerks geben, verlangte der Christdemokrat.

Cattenom nimmt als eines von 143 Kernkraftwerken in 14 EU-Staaten am Stresstest teil.  Die EU-Expertenteams sollen bis zum 15. September einen vorläufigen Bericht vorlegen. Die Betreiber der Anlagen müssen bis zum 31. Oktober ihren endgültigen Bericht bei der Regierung abgeben. Die Regierung ihrerseits hat bis zum 31. Dezember Zeit, ihre Schlussfolgerungen der EU mitzuteilen. Ein Abschlussbericht wird im April 2012 erwartet.

Er dränge gegenüber Bundesumweltminister Norbert Röttgen darauf, „dass die Region Trier frühzeitig über die Ergebnisse des französischen Stresstests informiert wird“, so Kaster.

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