Du bist Trier: Susanne Leber
In Ittel bei Welschbillig, wo Susanne Leber 1911 geboren wurde und mit fünf Geschwistern aufwuchs, kennen sie nur noch die Älteren. Auch in Kordel, wo sie von Mitte bis Ende der 30er Jahre lebte und im Gasthof Roth arbeitete, dürfte es nicht mehr viele geben, die sich an sie erinnern. Nach mehreren Umzügen wurde Susanne Leber, die ihren Mann im Krieg verloren hatte, schließlich in Ehrang sesshaft. Von 1957 bis 2005 wohnte die Hausfrau dort und verdiente sich mit einem privaten Getränkeverkauf ein bisschen was für ihre leidenschaftliche Teilnahme an Kaffeefahrten und Ausflüge mit Freundinnen hinzu. Seit sechs Jahren lebt die siebenfache Ur-Oma im Seniorenheim „Härenwies“, wo sie morgen ihren 100. Geburtstag feiert. Ein geeigneter Anlass, sie im 100. und letzten Teil unserer Reihe „Du bist Trier “ vorzustellen.
1. Was gefällt Ihnen besonders an Trier?
Oh, Trier ist einfach eine schöne Stadt.
2. Wo haben Sie auswärts am liebsten gegessen und getrunken?
Beim „Schneider Matti“ in Ehrang (Gaststätte „Zur Kanzel“).
3. Wer ist für Sie der bedeutendste Trierer?
Das war Bischof Marx. Und ist vielleicht Guildo Horn. Der hält immer noch Trier bei.
4. Wo ist Triers größter Schandfleck?
Das war die Fußgängerunterführung an der Porta.
5. Was ist Ihr Lieblingsverein in Trier?
Eintracht Trier.
6. Ihr Lieblingswort auf Trierisch?
Majusebetta.
7. Was zeichnet den typischen Trierer aus?
Gemütlichkeit. Und er spricht Trierer Platt und trinkt gerne Viez.
8. Was würden Sie in Trier gerne ändern?
Ehrang soll wieder so werden, wie es früher war.
9. Wo ist für Sie Trier am schönsten?
Am Weisshaus und an der Mariensäule.
10. Was ist für Sie das vollkommene Glück?
Eine gesunde Familie.
11. Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Zeitunglesen und Fernsehschauen.
12. Was verabscheuen Sie am meisten?
Langsame Rollstuhlfahrer, die ich nicht überholen kann (Anm. d. Red.: Frau Leber ist selbst auf einen Rollstuhl angewiesen).
13. Wo würden Sie außer in Trier gerne leben?
München.
14. Ihr Motto?
Papperlapapp.
von 16vor
